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Aus der Presse:

Momentan ist Presse-Pause

 

Pflicht zur eCard beim HVV

Ende 2017 wurde bekannt, dass der HVV (öffentlicher Personen-Nah-Verkehr in Hamburg) für alle Abonennten eine eCard einführen will. Die Nutzer einer solchen Abokarte wurden vor vollendete Tatsachen gestellt: Entweder eCard oder Einzelfahrtscheine – was quasi unbezahlbar ist.

Die Befürchtungen: Ein Bewegungprofil kann erstellt werden. Ein gespeichertes Foto macht die Gesichtserkennung in den allenorts mit Videokameras ausgestattenen Verkehrsmitteln überall möglich.
Ein Schritt mehr zur totalen Überwachung.

Datenschutzgrundverordnung - Auskunftersuchen DSGVO

Wie stellt man eigentlich so eine Anfrage?

15. März 2019

Anfragen zur Speicherung persönlicher Daten

Gemäß der im Mai 2018 in Kraft getretenen Datenschutzgrundverordnung DSGVO hat jede/r das Recht zu erfahren, welche Daten zu welchem Zweck, wie lange usw von ihr/ihm gespeichert werden. Auch woher die Daten kommen und wohin sie weitergegeben werden (sollen), muss auf Verlangen gesagt werden. Ggf. kann die Löschung oder auch eine Berichtigung der Daten gefordert werden.

Zwei Musteranschreiben zum Ausdrucken, Ausfüllen und dann nur noch ab in den Postkasten haben wir hier mal eingestellt. Als Vorlage haben wir das Schreiben des Verbraucherzentrale genommen.

 

Blanko-Musteranfrage - Adresse und Absender eintragen als PDF  

Musteranfrage an den HVV zum PDF  

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HVV Datenleck - persönliche Daten über Monate einsehbar

Uns wurde versichert, dass das nicht passieren würde. Niemals! Die Daten seien sowas von sicher ...

11. September 2018

anna elbe stand von Ende 2017 bis März 2018 mit unterschiedlichen Datenschutz-Organisationen und dem HVV im Kontakt, um einen Zwang zur Nutzung der HVV-eCard abzuwenden.

Der HVV versicherte Datensicherheit, die Datenschutz-Organisationen, dass es schön und wichtig sei, das Thema aufzugreifen, letztlich jedoch nichts zu retten wäre.

Ende Juli erfahren wir: Datenleck beim HVV! Zugänglich waren aufgrund der Sicherheitslücke unter anderem Namen, Adressen und Bankverbindungen, wie die shz.de am 30. Juli 2018 schrieb.

Betroffen waren zwischen Anfang Februar und Anfang Juli 2018 demnach 4.482 Personen.

Die Lücke bestand also schon, während anna elbe mit dem HVV über Sinnhaftigkeit und Datenschutz im Austausch stand. Natürlich wurde auch die Privatperson, die sich mit dem HVV auseinandersetzte und bis Ende Juli 2018 gezwungener Maßen eine HVV-eCard nutzte, nicht informiert.

Auch in Hamburger Medien (90,3, Mopo, Abendblatt ...) haben wir dazu nichts gefunden. Hätte nicht ein Aufschrei durch diese Medienwelt gehen müssen?

Die betroffene Person zu anna elbe: "Ich möchte keine Alsterfahrt als 'Gutmachung'. Was macht das gut? Ich will ganz allein darüber bestimmen, wer meine Daten bekommt und wer nicht. Eine HVV-eCard möchte ich nicht haben – muss sie aber nutzen, weil täglich Einzelfahrten zu zahlen, einfach nicht bezahlbar ist."

 

Datenpanne beim HVV: persönliche Kunden-Daten waren einsehbar zum Artikel shz.de, 30.07.18

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Der HVV führt zwingend eine "eCard" ein.

Bewegungprofil nicht ausgeschlossen. Auslesbarkeit unklar. Werden biometrische Daten gespeichert?
MitstreiterInnen zur Gegenwehr gesucht!

30. Januar 2018 | Updates: 8., 12., 13., 20., 23. Feburar, 6. März 2018

Ein auslesbarer Chip soll Dauerbegleiter aller Abo-Nutzer vom HVV werden.

Der HVV führt eine neue Abo-Karte ein, auf der Daten gespeichert werden und automatisch ausgelesen werden können.

Jetzt besteht der HVV darauf, dass er ein Recht auf das Foto eines jeden Abo-Kunden hat. Dieses möge ein jeder per Post an den Betreiber des öffentlichen Nahverkehrs schicken – besser noch mailen – und einer elektronsichen Speicherung zustimmen (letzters ist noch optional).

Skurril ist das Formular, in welches der brave ÖPNV-Nutzer (Öffentlicher PersonenNahVerkehr) das Foto kleben soll: Es werden genaue Angaben gemacht, an welcher Stelle die Augenpartie und Gesichtsmitte zu sein haben. Das Formular wird maschinell verarbeitet.

zum Formular

Beim Südkreuz in Berlin wird bereits die automatische Gesichtserkennung "getestet".

zum Artikelnetzpolitik.org

Nun, waren wir sehr gespannt, um was es sich hier handelt, wie die Daten geschützt werden und wer sie auslesen kann. Wir fragten beim HVV-Datenschutzbeauftragten nach, da – trotz großartigem Hinweis auf der Werbekarte – die Datenschutzwebsite des HVV keine Antworten auf unsere Fragen gibt.

In der Antwort-Mail des HVV werden alle Fragen beantwortet, zwar unter der Prämisse, dass eine SmartMX-Karte keinen RFID-Chip darstellt (Identifikationsmedium) - aber darüber lässt sich wohl streiten. (siehe Wikipedia)

Dennoch tragen die Antworten nicht dazu bei, dass wir uns nun "sicher" fühlen.

Das erste Anschreiben des HVV vom 27.11.2017

Für mehr Infos und Inhalte auf das Kreuzchen klicken PDF Zum 1. Anschreiben

05.12.17 Fragen an den Datenschutzbeauftragten des HVV – mit Antworten vom 20.12.17

Auf das Kreuzchen klicken oder: als PDF

Ablehnung der eCard per Mail am 28.12.2017

Bitte auf das Kreuzchen klicken noch nicht als PDF vorhanden

Das zweite Anschreiben des HVV vom 27.12.2017

Für Mehr Infos und Inhalte auf das Kreuzchen klicken PDF Zum 2. Anschreiben

Schriflticher Widerspruch zur eCard vom 04.01.2018

Für den vollständigen Text auf das Kreuzchen klicken oder PDF als

Das dritte Anschreiben des HVV vom 25.01.2018

Für mehr Infos und Inhalte auf das Kreuzchen klicken PDF Zum 3. Anschreiben

2. Schriflticher Widerspruch zur eCard vom 30.01.2018

Für den vollständigen Text auf das Kreuzchen klicken oder PDF als

13.02.18 - Antwortmail des HVV auf unsere Ablehnung der eCard vom 28.12.2017

eCard zwingend erforderlich - Ausweis wie bisher geht nicht mehr noch nicht als PDF vorhanden

17.02.18 - Antwort des HVV vom 15.02.18 auf beide Schrifltichen Widersprüche zur eCard

Für den vollständigen Text auf das Kreuzchen klicken oder PDF als

20.02.18 - Antwort auf Schreiben des HVV vom 15.02.18 (Datenschutzbeauftragter)

Für den vollständigen Text auf das Kreuzchen klicken oder PDF als

Das vierte Anschreiben des HVV vom 21.02.18

Für den vollständigen Text auf das Kreuzchen klicken oder PDF als

 

Was den Anschreiben beilag

Blatt mit "Tarifbestimmungen" PDF 04. & 27.01.2018

Das "Fotoformular" PDF lag allen 3 Anschreiben bei

Werbekarte PDF lag allen 3 Anschreiben bei

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Auf der Suche nach Unterstützung

Bisher haben wir angeschrieben:

  • Digitalcourage e.V. (Der HVV wird für BigBrotherAward vorgeschlagen)
  • netzpolitk.org (bisher noch keine Antwort)
  • CCC Hamburg (bisher noch keine Antwort)
  • Initiative gegen Totalüberwachung (Tipp: an Rechtsanwälte gegen Totalüberwachung wenden)
  • Rechtsanwälte gegen Totalüberwachung (bisher noch keine Antwort)
  • Peter Welchinger, Journalist (Anwort nächster Tag: Tipp telefonisch beim Datenschutzbeauftragten um einen Beratungstermin bitten, Herr Welchinger hat das Thema "auf dem Radar")
  • 15.02.18 Anruf beim Datenschutzamt Hamburg (Antwort wird per Post geschickt)
  • 6. März 2018: Telefonat mit Datenschutzamt Hamburg: Es besteht kaum eine Möglichkeit sich zu wehren: § 28 Bundesdatenschutzgesetz meine (sinngemäß wiedergeben) eine Abwägung der Interessen von Unternehmen und der Interessen der Bevölkerung
    Das Datenschutzamt hätte durchgesetzt, dass das Foto nicht zwangsweise gespeichert wird. Dem HVV-Kunden steht offen, ein Kästchen anzukreuzen um der Speicherung zuzustimmen.
    anna elbe meint: "Wann wurden je die Interessen der Bevölkerung denen von Unternehmen vorangestellt?"

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SpiegelMining – Was Metadaten möglich machen

Wer denkt, Vorratsdatenspeicherungen und „Big Data“ sind harmlos, der wird nach Ansicht dieses Videos vielleicht anders denken?

29. Dezember 2016

Text bei youtube vom Chaos Communication Congress [33c3]:

Seit Mitte 2014 hat David fast 100.000 Artikel von Spiegel-Online systematisch gespeichert. Diese Datenmasse wird er in einem bunten Vortrag vorstellen und erforschen.

Der Vortrag gibt tiefe und überraschende Einblicke in das Verhalten des vielleicht größten Meinungsmachers Deutschlands. Ihr werdet Spiegel-Online danach mit anderen Augen lesen.

Dazu gibt er einen allgemeinverständlichen Überblick, was mit der heutigen Daten-Auswerterei alles geht. Ihr werdet also vielleicht auch mehr aufpassen, was für Daten von euch ihr ins Internet lasst.

Der Vortrag hat drei rote Fäden:

1) Wir reverse engineeren Spiegel-Online. Wir nehmen den Datensatz so richtig auseinander und betrachten Spiegel-Online aus vielen völlig neuen Blickwinkeln. Das Ganze wird bunt, unterhaltsam und anschaulich passieren, so dass es für Techies und Nicht-Techies eingängig ist. Warum sind manche Artikel lang, manche kurz? Kann man Artikeln ansehen, ob die Redakteure wirklich dahinter stehen oder nicht? Welche Redakteure sind enger miteinander verbandelt als andere? Welche Inhalte hält der Spiegel selbst für politisch inkorrekt?

Kann man sowas wirklich einfach so von außen messen? Glaubt’s mal – man kann. Bei einigen der Auswertungen wird vielleicht „nur“ das rauskommen, was ihr euch schon vorher denken konntet. Bei anderen werden wir überraschende Ergebnisse erhalten. Und manchmal entdeckt man auch Systematiken da, wo man überhaupt keine erwartet hat. Kurz: Wir werden kreativ sein. Wir werden etwas lernen und Spiegel-Online auch.

2) Ein Überblick über „Data Science“. Wir betrachten nicht nur die Vorgehensweise, sondern auch die Möglichkeiten und gesellschaftlichen Gefahren der Datensammelwut und Auswerterei. Über den Vortrag hinweg wird David – locker und unmathematisch – verschiedene Methoden des Datenauswertens anhand des Spiegel-Online-Datensatzes anschaulich machen. Nicht mit Formeln, sondern mit bunten Grafiken. Nach dem Vortrag werdet ihr eine Vorstellung davon haben, was sich hinter dem „Big Data“-Buzzword verbirgt, und warum dieser Hype – bei allem Nutzen, den er haben mag – gesellschaftlich auch sehr gefährlich ist. Ihr könnt nämlich überhaupt nicht wissen was ihr über euch preisgebt, wenn ihr irgendwelche Daten veröffentlicht. Egal, wie uninteressant eure Daten für euch aussehen mögen – was man daraus lesen kann, entscheidet der Gegner und nicht ihr.

3) Und für die Aktivisten unter euch liefert der Vortrag eine grobe Anleitung, wie man es sinnvoll anstellt, wenn man ein Massenmedium (oder auch beliebige andere Sachen im Internet) mal beobachten und so richtig durchleuchten will. Wie sammeln wir die Daten? Wie geht man kreativ mit Daten um? Wie findet man Zusammenhänge? Wie gießt man die Daten in sinnvolle und ästhetische Bilder, mit denen jeder etwas anfangen kann? Es gibt ja nur eine Breitband-Verbindung ins Gehirn: die Augen.

 

Deutschsprachige Videos vom Chaos Communication Congress youtube 33c3, 30.12.16

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