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Abschaffung des Bargelds?

Beim Einrichten dieser Seite kam das Gefühl auf: Sind wir einer Verschwörungstheorie erlegen?
Wir meinen: Nein. In Schweden ist es bereits soweit und auch hier ist es immer mal wieder Thema.

Eine bargeldlose Gesellschaft ist eine, die bis ins Allerletzte hinein ausgeleuchtet werden kann. Wie schnell können Gesetze geschaffen werden, die den Zugriff auf diese Daten erlauben oder erzwingen? (Siehe z.B. Vorratsdatenspeicherung, Chatkontrolle …)
Wer möchte schon, dass die Krankenkasse oder das Arbeitsamt die Einkäufe bewertet? Auch das entstandene Bewegungsprofil und die Verknüpfung der Geldausgaben und Orte des Geldausgebens können sehr viele Interessen wecken ...

Bei anna elbe eingestellt am 29. April 2024

Zwang zu bargeldlosem Bezahlen

"In vielen Bereichen des alltäglichen Lebens setzt sich der Trend fort, dass die Möglichkeit mit Bargeld zu bezahlen abgeschafft wird. Wie z.B. in Bereichen wie des ÖPNV, der Uni-Mensen oder der Sozialleistungen für geflüchtete Menschen. All diese Bereiche haben eins gemeinsam, sie treffen ausgerechnet die Menschen, die sowieso über zu wenig Geld verfügen am härtesten."

 

zum Artikel FAU Hamburg 26.04.24

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Bei anna elbe eingestellt am 29. April 2024

Stellungnahme der Landesastenkonferenz zur Abschaffung der Bargeldzahlung in den Standorten des Hamburger Studierendenwerks

"Am Montag, den 4. März 2024, wird das Studierendenwerk Hamburg das Bargeld an allen Mensen und Cafés abschaffen. Diese Maßnahme wird ohne Absprache mit der Vertreterversammlung oder den Studierenden umgesetzt und ist voraussichtlich erst der Beginn einer Reihe von Sparmaßnahmen zulasten der Studierendenschaft. ..."

 

zum Artikel ASta 05.03.24

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Bei anna elbe eingestellt am 23. März 2024

Mit EU-Bargeldobergrenze und Verbot anonymer Kryptozahlungen droht schleichende finanzielle Entmündigung

"... Anonyme Barzahlungen über 3.000 € werden im geschäftlichen Verkehr verboten. Barzahlungen über 10.000 € werden im geschäftlichen Verkehr sogar komplett verboten. Und anonyme Zahlungen in Kryptowährungen an von Anbietern betriebene Geldbörsen (hosted wallets) werden ohne Schwellenwert schon bei Minimalbeträgen untersagt.
...
Dieser EU-Krieg gegen das Bargeld wird sich noch böse rächen! Seit Tausenden von Jahren haben Gesellschaften auf der ganzen Welt mit Bargeld, das die Privatsphäre schützt, gelebt. Mit der schleichenden Abschaffung des Bargelds drohen Negativzinsen und das jederzeitige Abdrehen der Geldversorgung über Kartensperrungen. Die Abhängigkeit von Banken nimmt bedrohlich zu. Eine derartige finanzielle Entmündigung gilt es zu stoppen. ... "

 

zum Artikel Patrick Breyer 19.03.24

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Bei anna elbe eingestellt am 12. März 2024

Bargeldlose Busse in Hamburg: Ein Hindernis fürs Busfahren

Seit Jahresbeginn kann man in Hamburg im Bus nicht mehr mit Bargeld bezahlen. Das stellt nicht nur für marginalisierte Menschen eine Hürde dar.

"...Nur lässt sich nach den vergangenen zwei Monaten, seit der die Bargeldzahlung in den Bussen des HVV nicht mehr möglich ist, festhalten: Vor allem deren Abschaffung bewegt sehr viele – und das berechtigterweise ziemlich negativ. ..."

 

zum Artikel taz 10.03.24

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Kein Bargeld mehr für Geflüchtete?

Das eröffnet viele Möglichkeiten: Kontrolle, Überwachung und Ausschluss am gesellschaftlichen Leben

18. Februar 2024

Schild: Hund muss draußen bleiben

Menschen ohne Bargeld sind ausgeschlossen, 26.07.23

Eine Bezahlkarte für Asylsuchende! Nicht nutzbar im Sozialkaufhaus, nicht auf Flohmärkten, nicht im zwischen­menschlichen Miteinander – aber bei Gucci und Co. Nämlich NUR dort, wo eine Visa-Card akzeptiert wird.

Auch kann die Karte nicht für Käufe im Internet genutzt werden. "Sie funktioniert auch nicht für Geldtransfers und Bargeldservice, für den Kauf von Gutscheinen oder Glücksspiel."

Faq der Sozialbehörde Hamburg

Was ist das für eine Welt, die sich die Treiber dieser Ideen wünschen?

Eine Welt wie im "Der Report der Magd" von Margaret Atwood? In dieser Welt begann die Machtübernahme einer kleinen Gruppe damit, dass Frauen plötzlich nicht mehr bezahlen konnten, weil ihnen die "Bezahlkarten" - EC- und Kredit-Karten - gesperrt wurden. Es gab auch kein Bargeld mehr. Die Frauen wurden versklavt.

Mehr zu dem Buch: bei wikipedia

In der Tat ist es nun so, dass in Hamburg "die Herrschenden" für einen Teil der Bevölkerung bestimmen können, was diese kaufen können und was nicht. Das, obwohl sich eine der beiden Regierungsparteien, dagegen wandte.

Wir vermuten, dass nachvollzogen werden kann, was genau gekauft wurde. Und wo.
Der Aufenthaltsort wird auf jeden Fall kontrolliert, denn eine "Aufenthaltsbeschränkungen" soll mit der Karte auch durchgesetzt werden: "Eingrenzen lässt sich außerdem die Region, in der die Karte genutzt werden kann, oder die Art der Geschäfte und Waren, die Antragsteller:innen damit kaufen können."

Siehe z.B. netzpolitik.org, 24.01.24

Asylsuchende, die in der Regel aus Staaten kommen, in denen sie Repressionen und Unterdrückung erfahren haben, Menschen, die eigentlich Hilfe in ihrer Not brauchen, werden in unserem, angeblich so freien Land, in dem Menschenrechte gelten sollen (Art 1 GG) und alle Menschen gleich sein sollten (Art 3 GG), gedemütigt und ausgesperrt?

Kommen dann bald die Bürgergeldbezieher dran? Das ist tatsächlich schon angedacht worden.

"Bezahlkarte statt Bargeld", Welt, 30.01.24 | "Vorwort über die Kontrollgesellschaften", Der Freitag, 04.03.24

Was wir uns vorstellen können: Später kommen dann die dran, die dem Staat nicht passen: Mitglieder der letzten Generation, von Extinction Rebellion, Omas gegen Rechts ... Menschen, die ihr Geschlecht irgendwo mit "divers" angegeben haben, könnten ein Ziel sein. (Wie eine neue "Rosa Liste".)

Wer stellt eigentlich die Bezahlkarten und deren Software her? Wem gehören diese Unternehmen?

Juhu! Schöne Wegbereiter sind da bereits jetzt am Werke

Ausgerechnet Hamburg, rot-grün regiert, will erster sein; Söder in Bayern überholen?

Die AfD freut sich sicherlich schon auf diese wunderbare Möglichkeit, wenn sie erstmal an der Macht ist. Neulich wurde in Altona(!) ein npd-Aufkleber gesehen, der auch von der AfD hätte sein können: Darauf waren einige dunkelhaarige Männer und Frauen vor einem Haus abgebildet; Darunter stand geschrieben: "Wir müssen draußen bleiben!" Die Bezahlkarte trägt dazu bei, dass die Aussage dieses menschverachtenden, unsaglich schlimmen Aufklebers zur Realität werden kann.

Schade, dass viele Wähler der menschenverachtenden AfD nicht einmal wissen, dass auch sie damit gemeint sind. Wenn sie es dann merken - und sich vielleicht das Bargeld zurückwünschen - wird es zu spät sein.

 

Bezahlkarten für Asylsuchende: Vorwort über die Kontrollgesellschaften Der Freitag 04.03.24

Bezahlkarten für Asylsuchende: Durcheinander bei den Bundesländern netzpolitik.org 28.02.24

Ohne Bargeld bist Du aufgeschmissen taz 16.02.24

Asylbewerber-Bezahlkarte: Warum Klagen drohen zdf 06.02.24

Jeder muss erst eigene Ressourcen verbrauchen, erst dann hilft die Gemeinschaft Welt 30.01.24

Was Bezahlkarten für Geflüchtete bedeuten netzpolitik.org 24.01.24

Woidke wirbt für Bezahlkarte statt Bargeld für Geflüchtete rbb 13.10.23

Karten der Abschreckung netzpolitik.org 25.09.23

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Bei anna elbe eingestellt am 27. Januar 2024

Keine Barzahlung mehr in Hamburgs Bussen: Das Ausschluss-Prinzip

"Auch wer selbst ein Abo hat, aber mal schnell für ein Kind ein Ticket lösen will, ist im Bus jetzt aufgeschmissen....
...Das heißt: Wer kein Smartphone, kein Konto und nicht mindestens fünf Euro hat, kann nicht einfach in einen beliebigen Bus steigen und losfahren. Einsteigen und los ist vorbei ..."

 

zum Artikel taz 19.12.23

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Der HVV wird teurer und will bargeldlos werden

Ohne Bargeld keine Grundrechte, denn ohne Bargeld sind wir gläsern

2. Januar 2024

Wenn der HVV nun die Bezahlung mit Bargeld einschränkt, befürchtet anna elbe darin den Auftakt zur totalen Bargeldlosigkeit bei der Bezahlung. Selbst wenn es jetzt noch heißt, es würden keine Daten erhoben, man könne bequem eine Karte bei "Vertriebspartnern" erstehen, so glauben wir, dass dies nach einer gewissen Gewöhnungszeit nicht mehr möglich sein wird. ...

... Angenommen Mensch steht ist irgendwo unterwegs, wo es keine S- oder U-Bahnanschlüsse gibt. Das Fahrrad hat plötzlich einen Platten oder es fängt an zu regnen oder oder: Dieser Mensch kann nicht in den Bus einsteigen, wenn er smartphonefrei an diesem Ort ist und keine "Karte" besitz. Bar bezahlen? Geht nicht! Eine Karte hier in der Pampa schnell jetzt besorgen? Wie das? ...

 

Zum vollständigen Artikel zum Artikel 02.01.24

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Bei anna elbe eingestellt am 4. Januar 2024

Digitale Straßenzeitungen: QR-Code scannen statt Münzen suchen

Straßenzeitungen stecken in der Krise. Zwei Projekte in Deutschland und Österreich versuchen sich an ihrem digitalen Wandel. Kann das funktionieren?

"Es gibt aber auch Nachteile. Die Hürde, digital Trinkgeld zu geben sei höher, sagt Poppe. Außerdem sind Spenden einsehbar, was für manche Verkäufer*innen problematisch sei."

 

zum Artikel taz 03.12.23

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Bei anna elbe eingestellt am 12. August 2023

FAZ

"Die Menschen haben ein Recht auf Bargeld"

(Österreichs Bundeskanzler)

"Die EU will das Bezahlen mit Bargeld auf 10.000 Euro begrenzen. Österreich lehnt das klar ab und will das Recht auf Bargeld in der Verfassung festschreiben. Die Bundesregierung hat dazu keine klare Position. "

 

zum Artikel FAZ 04.08.23

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Bei anna elbe eingestellt am 2. August 2023

Mit Scheinen und Münzen den Rechtsstaat bewahren

Zum Anhören

"Bargeld ist das letzte anonyme Massenmedium, sagte der Kulturforscher Sebastian Gießmann. Trotz des Abschmelzens des Bargeldes hofft er auf dessen Erhalt. Denn andernfalls drohen 'ganz andere Verhältnisse bei der Überwachung'."

 

zum Artikel Deutschlandfunk Kultur 30.05.23

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HVV bald nur noch bargeldlos nutzbar?

Stück für Stück wird das Bezahlen mit Bargeld erschwert.

8. Oktober 2022

Fahrscheinautomat - Anzeige Münz- oder Kartenzahlung

HVV-Fahrscheinautomat - 08.10.22

Der Kauf einer 9-Uhr-Gruppenkarte scheiterte heute, denn 12,90 € konnten nicht in Münzen gezahlt werden. Wer hat schon so viel "Klimpergeld" dabei? Mit Scheinen zu bezahlen war nicht möglich.

Es wurde gefordert mit Kreditkarte, Girokarte oder Maestro und vPay zu zahlen - auch die Möglichkeit, mit Geldkarte zu zahlen war durchgestrichen.

Schon seit längerm ist zu beobachten, dass die Automaten nur noch 10 €-Scheine "annahmen". Für so hohe Beträge, wie gezahlt werden müssen, ist das in unseren Augen eine Dreistigkeit.

Jetzt vermuten wir, dass auch die Bezahlmöglichkeit mit Münzen bald eingestellt wird. Das bedeutet den Ausschluss von Menschen, die keine Kartenzahlung tätigen wollen - sei es, weil sie keine solchen Karten mit sich führen, um Diebstahl vorzubeugen oder weil sie nicht wollen, dass ihre Bank weiß, wann sie irgendwohin fahren oder einfach weil bar zu bezahlen, für sie übersichtlicher ist oder oder oder.

anna elbe meint, analoges Leben muss möglich sein! Niemand darf vom öffentichen Leben ausgeschlossen werden! Bargeld ein gesetzliches Zahlungmittel. Und das soll auch so bleiben.

"Bargeld ist Geld in physischer (körperlicher) Form als Banknoten und Münzen, das im Zahlungsverkehr als gesetzliches Zahlungsmittel für die Bezahlung von Gütern oder Dienstleistungen oder für sonstige Transaktionen (beispielsweise Schenkungen) dient."

Quelle: Wikipedia, 08.10.22

Fahrscheinautomat - Anzeige Münz- oder Kartenzahlung Ausschnitt

HVV-Fahrscheinautomat - 08.10.22

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Wer profitiert von der Abschaffung des Bargeldes?

Cash oder Karte? Ein Film bei SWR von 2020.

25. Mai 2022

Dieser Film erklärt eindrucksvoll und einfach, wieso es so wichtig ist, unser Bargeld, und weshalb es besser ist bar zu zahlen.

Wenn wir kein Bargeld mehr haben, sind wir den Banken voll und ganz ausgeliefert. Im Film wird der Negativzins angeführt, der noch dadurch in Schach gehalten würde, weil wir Bankkunden unser Geld einfach abheben könnten. Das wäre ohne Bargeld natürlich nicht mehr möglich.

Auch Profilbildung und Überwachungs­möglichkeiten stiegen enorm, wenn wir mit den Kartenzahlungen überall unsere Datenspuren hinterließen. Eine höhere Manipulierbarkeit sowie Verhaltensvorhersagbarkeit und Steuerung des Verhaltens können die Folge sein.

Dieser Film geht auch ein wenig in die Tiefe und führt aus, wie Geld heute entsteht und welche geschichtliche Entwicklung u.a. der Gegenwert des Geldes genommen hat.

anna elbe fragt:

  • Was passiert eigentlich bei Stromausfall?
  • Was wenn die Zahlautomaten gehackt werden oder kaputt sind?
    Wie z.B. am 25.05.22: "Bundesweite EC-Karten Störung" Siehe z.B. Tagesspiegel
  • Wenn die Krankenkassen Einblick erhalten und am Einkaufsverhalten festmachen, ob sie jemanden versichern oder nicht? (Wein, Bier, Zigaretten oder vielleicht eine Abweichung von der Arztempfehlung)
  • Was wenn irgendeine Regierung auf die Idee kommt, von bestimmten Menschen (Frauen? Sozialschwachen? Anders-als-Regierung-Denkenden?) die Karten einzuziehen?

anna elbe meint:

Zahlt bar so oft und solange ihr könnt!
Das ist ein klitzekleiner Betrag dazu, dass das Bargeld erhalten bleibt!

 

Wer profitiert von der Abschaffung des Bargeldes? SWR 10.12.20

Wer profitiert von der Abschaffung des Bargeldes? (Text) SWR 10.12.20

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Bewohnerparken: Nur bargeldlos bezahlen möglich?

Wer keine Geldkarte dabei hat, kann hier nicht parken?

13. Mai 2022

Noch ist Bargeld ein offizielles Zahlungsmittel. Wer damit bei einer von amtswegen eingerichteten Zahlstelle, nicht zahlen kann, kann nach unserem Rechtsempfinden auch nicht bestraft werden, wenn die Zahlung unterbleibt. - Wir schlagen vor, das Bargeld statt des Parkscheines ins Fenster zu legen und auf einem Zettel, eine entsprechende Botschaft zu hinterlassen. Zum Beispiel:

"Ich wollte zahlen - konnte aber nicht."

 

Zum vollständigen Artikel zum Artikel 13.05.22

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Kryptowährung: Digitaler Euro wird getestet

Am 2. Oktober war zu hören und lesen, dass Christine Lagarde, EZB-Präsidentin, den digitalen Euro
"in Erwägung" zöge.

26. Oktober 2020

Die Europäische Zentralbank (EZB) würde ab dem 12. Oktober den digitale Euro testen. – Ist er also schon eingeführt? – Im selben Artikel heißt es: "Bislang hat der EZB-Rat allerdings noch keinen Beschluss gefasst, ob ein digitaler Euro eingeführt werden soll." (Spiegel-online,02.10.20)

In allen Artikeln, die wir dazu gefunden haben, wird betont, dass nicht geplant ist, das Bargeld abzuschaffen. Erstmal sei der Privat-Mensch davon gar nicht betroffen.

In der Stellungnahme des FinTechRats beim Bundesministerium der Finanzen haben wir dann gefunden, was ein digitaler Euro eigentlich sein soll. Es wird zumindest darauf hingewiesen, dass anonymes Bezahlen und Eingriffe des Staates Fragen aufwerfen würden.

"Beim digitalen Euro, der zunehmend in Deutschland und Europa gefordert wird, handelt es sich zumeist um den Euro auf Blockchain-Basis. Konkret bedeutet dies, dass DLT als Trägerplattform zum Einsatz kommen soll, um Eigentum an Euro-Beträgen zu organisieren."

"Weiterhin sollten gesellschaftliche Fragestellungen und Bedenken bei der Ausgestaltung berücksichtigt werden: Die Einführung des digitalen Euros berührt viele gesellschaftspolitische Fragen, wie beispielsweise die Anonymität von Zahlungen bei gleichzeitiger Bekämpfung von Geldwäsche oder Eingriffe des Staats beispielsweise basierend auf der Einsicht in die digitalen Transaktionsdaten."

 

Die Bundesregierung nennt es: "Unabhängigkeit für Datenschutzbeauftragte"

Stellungnahme des FinTechRats beim Bundesministerium der Finanzen PDF 08.07.20

EZB probt Einführung eines digitalen Euro Artikel Spiegel-online, 02.10.20

Kommt der digitale Euro? Artikel Focus Money, 17.08.20

EZB macht Ernst mit dem digitalen Euro Artikel FAZ, 11.09.20

Wird das Bargeld auf Dauer verdrängt?

Bezahlen in der Corona-Krise

26. Oktober 2020

Frontal 21 macht am 25. August eine Sendung zu dem Thema "Zahlung in Coronazeit"

"Spätestens seit der Corona-Krise zahlen immer mehr Menschen mit Karte oder Smartphone statt mit Münzen oder Scheinen. Kontaktloses Bezahlen boomt - ein Trend, der das Bargeld langsam abschafft?"

Wird das Bargeld auf Dauer verdrängt? Film zdf Frontal 21, 25.08.20

Warum Bargeld wichtig ist

Im Februar 2016 verlauteten die Medien, dass die deutsche Regierung EU-weit Barzahlungen auf 5.000 € beschränken will. Doch schon zuvor wurde über die Abschaffung des Bargelds diskutiert.
Wird nun der Frosch langsam erwärmt, damit er nicht aus dem kochenden Wasser springt?

Spendendose

Kleine Spenden bald unmöglich?

Bereits im August 2015 gab es beim ARD / NDR einen kleinen Film über die Idee, das Bargeld abzuschaffen. Im Oktober 2015 berichtete der Deutschlandfunk über Ökonomen und Kriminalisten, die eine bargeldlose Welt befürworten.

Wie sollen wir ohne Bargeld einem Straßenmusikanten etwas Kleingeld geben?

Wie bezahlt ein Kind ein Eis?

Was machen Sie, wenn jemand anderes den Zoobesuch bezahlen will, jedoch selbst nicht dabei sein kann?

Andreas Hackethal, Professor für Finanzen am House of Finance der Goethe Universität Frankfurt, ist laut D-Radiobericht davon überzeugt, dass dies alles über Handy-Apps geregelt werden wird: "Selbst Bettler, Spendensammler oder Straßenmusiker könnten ganz ohne Bargeld parat kommen." (Siehe Deutschlandfunk)

Jede Zahlung die elektronisch vorgenommen wird, zeigt an, wo Sie sich zu dem Zeitpunkt der Zahlung befinden. Wem Sie etwas zahlen. Was Sie gekauft haben. Mit wem Sie Kontakt haben. Ihre Bank weiss alles - und das für Jahre. Und - theoretisch - könnte Ihre Bank Ihnen Zahlungen z.B. an bestimmte Menschen oder für ausgewählte Produkte sperren.

Und: Jeder müsste sich ein Smart-Phone kaufen - ob er will oder nicht.

Sollen wir mit der gesetzlichen Obergrenze für Bargeldzahlungen so langsam an die Abschaffung des Bargelds gewöhnt werden, dass es zu spät ist wenn wir es merken und ernst nehmen?

DerStandard schreibt am 04.02.2016: "Mit solchen Ideen* würde nur 'eine der letzten Freiheiten, nämlich die im Geldbörsel', beschnitten. 'Ansonsten schaut doch überall schon der Staat hinein.' Wie viele Kritiker einer solchen Maßnahme sieht er solche Vorschläge eher als Schritt zur Abschaffung von Bargeld generell."

*gemeint ist hier die Abschaffung der 500-Euro-Scheine

Auszüge aus Berichten zu dem Thema:

Ein Hörtipp: "Wenn der Rubel nicht mehr rollt – Droht die Abschaffung des Bargeldes?

Bargeld ist bestimmten Lobbyisten ein Dorn im Auge. Der bargeldlose Zahlungsverkehr ist seit Jahren auf dem Vormarsch. In acht bis zehn Jahren, so prophezeien Experten, könnte das Bargeld weitgehend abgeschafft sein.

Der Vorteil für Banken: Bei Investment-Pleiten könnten Geldinstitute auf die Einlagen der Sparer zurückgreifen und Negativ-Zinsen sind auf digitale Geldbestände durchaus denkbar. Der Vorteil für Staat und Finanzamt: Was der Bürger tut und lässt, ist absolut transparent, denn jede Transaktion ist dokumentiert."

Deutschlandfunk, Das Wochenendjournal, 19.03.2016, von Ulrich Gineiger

"Ökonomen: Bargeld abschaffen!

Solche Situationen, in denen man ganz beiläufig Bargeld aus der Tasche holt, könnten aus dem Alltag verschwinden. Denn wichtige Ökonomen fordern die Abschaffung von Scheinen und Münzen. […] Ihre Motive sind vor allem eine wirksamere Geldpolitik und höhere Sicherheit.
[…]
Doch gibt es auch in Deutschland gewichtige Stimmen gegen das Bargeld. Zum Beispiel die des Ökonomie-Professors Peter Bofinger. […] In einem Interview mit dem 'Spiegel' vor wenigen Monaten bezeichnete er Bargeld als 'Anachronismus'. Auch um Schwarzarbeit besser zu verhindern, sollte es seiner Ansicht nach abgeschafft werden.
[…]
Der Bund der Kriminalbeamten fordert, die Bargeldnutzung zu begrenzen – um Kriminalität besser bekämpfen zu können. Vizepräsident Sebastian Fiedler: …
[…]
Sieben Prozent der deutschen Verbraucher haben laut einer Umfrage des Verbandes Bitcom schon einmal beim Einkaufen kontaktlos mit Handy oder Karte bezahlt. Es gibt sogar Menschen, die zahlen mit einem RFID-Funkchip, groß wie ein Reiskorn, den sie sich von einem Arzt unter die Haut spritzen lassen. Dazu gehören Gäste der Rotterdamer Bar Baja. Coolness und Bequemlichkeit wiegen für sie höher als die Gefahr ständiger Überwachung durch Dritte."

Deutschlandfunk, 26.10.2015, von Caspar Dohmen

"Obergrenze für Bargeldzahlungen
'Eingriff in Autonomie derer, die datenschutzgerecht leben wollen'

Sie müssen erst mal überlegen, was bedeutet das, wenn Bargeld auf einmal eingeschränkt wird. Denn es wird auch noch verfochten von einigen Vertretern, zum Beispiel von dem einen Chef der Deutschen Bank, dass Bargeld ja total abgeschafft werden könnte.

Das Gute an Bargeld aus Datenschutzsicht ist, ich kann bezahlen und diese Informationen werden nirgendwo gespeichert. Natürlich wird eine Rechnung erstellt oder an einer Kasse trotzdem ein Bon ausgegeben, aber es ist nicht klar, wer hat dieses Geld hergegeben, und insbesondere kann auch meine Bank nicht diese Transaktionen überall, wo ich Geld bezahlt habe, direkt nachvollziehen. […] Wenn ich jetzt gezwungen würde, ohne Bargeld auszukommen, das heißt, alles mit Überweisungen und Kartenzahlungen abzuwickeln, dann wären sogar Kleinstbeträge, mein vollständiges Verbraucherprofil, Lebensprofil sichtbar und für Jahre gespeichert.
[…]
Es ist trotzdem ein Eingriff in die Autonomie derjenigen, die datenschutzgerecht leben möchten, […] die so was noch bar bezahlen wollen.
[…]
Jemand, der alle Datenspuren kennen könnte von [.] Italiener-Restaurantüberweisungen beispielsweise, der könnte auch bestimmen, ich darf da zwar mein Essen zu mir nehmen, aber die Bezahlung für den Wein, die soll gefälligst gesperrt sein. Das heißt, es ist eine Machtposition, die dann eingenommen werden kann."

Deutschlandfunk, 03.02.2016, Umwelt und Verbraucher
Marit Hansen (Landesbeauftragte für Datenschutz in Schleswig-Holstein) im Gespräch mit Susanne Kuhlmann

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