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Abschaffung des Bargelds

Beim Einrichten dieser Seite kam das Gefühl auf: Sind wir einer Verschwörungstheorie erlegen?
Wir meinen: Nein. In Schweden ist es bereits soweit und auch hier ist es immer mal wieder Thema.

Kryptowährung: Digitaler Euro wird getestet

Am 2. Oktober war zu hören und lesen, dass Christine Lagarde, EZB-Präsidentin, den digitalen Euro
"in Erwägung" zöge.

26. Oktober 2020

Die Europäische Zentralbank (EZB) würde ab dem 12. Oktober den digitale Euro testen. – Ist er also schon eingeführt? – Im selben Artikel heißt es: "Bislang hat der EZB-Rat allerdings noch keinen Beschluss gefasst, ob ein digitaler Euro eingeführt werden soll." (Spiegel-online,02.10.20)

In allen Artikeln, die wir dazu gefunden haben, wird betont, dass nicht geplant ist, das Bargeld abzuschaffen. Erstmal sei der Privat-Mensch davon gar nicht betroffen.

In der Stellungnahme des FinTechRats beim Bundesministerium der Finanzen haben wir dann gefunden, was ein digitaler Euro eigentlich sein soll. Es wird zumindest darauf hingewiesen, dass anonymes Bezahlen und Eingriffe des Staates Fragen aufwerfen würden.

"Beim digitalen Euro, der zunehmend in Deutschland und Europa gefordert wird, handelt es sich zumeist um den Euro auf Blockchain-Basis. Konkret bedeutet dies, dass DLT als Trägerplattform zum Einsatz kommen soll, um Eigentum an Euro-Beträgen zu organisieren."

"Weiterhin sollten gesellschaftliche Fragestellungen und Bedenken bei der Ausgestaltung berücksichtigt werden: Die Einführung des digitalen Euros berührt viele gesellschaftspolitische Fragen, wie beispielsweise die Anonymität von Zahlungen bei gleichzeitiger Bekämpfung von Geldwäsche oder Eingriffe des Staats beispielsweise basierend auf der Einsicht in die digitalen Transaktionsdaten."

 

Die Bundesregierung nennt es: "Unabhängigkeit für Datenschutzbeauftragte"

Stellungnahme des FinTechRats beim Bundesministerium der Finanzen PDF 08.07.20

EZB probt Einführung eines digitalen Euro Artikel Spiegel-online, 02.10.20

Kommt der digitale Euro? Artikel Focus Money, 17.08.20

EZB macht Ernst mit dem digitalen Euro Artikel FAZ, 11.09.20

Wird das Bargeld auf Dauer verdrängt?

Bezahlen in der Corona-Krise

26. Oktober 2020

Frontal 21 macht am 25. August eine Sendung zu dem Thema "Zahlung in Coronazeit"

"Spätestens seit der Corona-Krise zahlen immer mehr Menschen mit Karte oder Smartphone statt mit Münzen oder Scheinen. Kontaktloses Bezahlen boomt - ein Trend, der das Bargeld langsam abschafft?"

Wird das Bargeld auf Dauer verdrängt? Film zdf Frontal 21, 25.08.20

Warum Bargeld wichtig ist

Im Februar 2016 verlauteten die Medien, dass die deutsche Regierung EU-weit Barzahlungen auf 5.000 € beschränken will. Doch schon zuvor wurde über die Abschaffung des Bargelds diskutiert.
Wird nun der Frosch langsam erwärmt, damit er nicht aus dem kochenden Wasser springt?

Spendendose

Kleine Spenden bald unmöglich?

Bereits im August 2015 gab es beim ARD / NDR einen kleinen Film über die Idee, das Bargeld abzuschaffen. Im Oktober 2015 berichtete der Deutschlandfunk über Ökonomen und Kriminalisten, die eine bargeldlose Welt befürworten.

Wie sollen wir ohne Bargeld einem Straßenmusikanten etwas Kleingeld geben?

Wie bezahlt ein Kind ein Eis?

Was machen Sie, wenn jemand anderes den Zoobesuch bezahlen will, jedoch selbst nicht dabei sein kann?

Andreas Hackethal, Professor für Finanzen am House of Finance der Goethe Universität Frankfurt, ist laut D-Radiobericht davon überzeugt, dass dies alles über Handy-Apps geregelt werden wird: "Selbst Bettler, Spendensammler oder Straßenmusiker könnten ganz ohne Bargeld parat kommen." (Siehe Deutschlandfunk)

Jede Zahlung die elektronisch vorgenommen wird, zeigt an, wo Sie sich zu dem Zeitpunkt der Zahlung befinden. Wem Sie etwas zahlen. Was Sie gekauft haben. Mit wem Sie Kontakt haben. Ihre Bank weiss alles - und das für Jahre. Und - theoretisch - könnte Ihre Bank Ihnen Zahlungen z.B. an bestimmte Menschen oder für ausgewählte Produkte sperren.

Und: Jeder müsste sich ein Smart-Phone kaufen - ob er will oder nicht.

Sollen wir mit der gesetzlichen Obergrenze für Bargeldzahlungen so langsam an die Abschaffung des Bargelds gewöhnt werden, dass es zu spät ist wenn wir es merken und ernst nehmen?

DerStandard schreibt am 04.02.2016: "Mit solchen Ideen* würde nur 'eine der letzten Freiheiten, nämlich die im Geldbörsel', beschnitten. 'Ansonsten schaut doch überall schon der Staat hinein.' Wie viele Kritiker einer solchen Maßnahme sieht er solche Vorschläge eher als Schritt zur Abschaffung von Bargeld generell."

*gemeint ist hier die Abschaffung der 500-Euro-Scheine

Auszüge aus Berichten zu dem Thema:

Ein Hörtipp: "Wenn der Rubel nicht mehr rollt – Droht die Abschaffung des Bargeldes?

Bargeld ist bestimmten Lobbyisten ein Dorn im Auge. Der bargeldlose Zahlungsverkehr ist seit Jahren auf dem Vormarsch. In acht bis zehn Jahren, so prophezeien Experten, könnte das Bargeld weitgehend abgeschafft sein.

Der Vorteil für Banken: Bei Investment-Pleiten könnten Geldinstitute auf die Einlagen der Sparer zurückgreifen und Negativ-Zinsen sind auf digitale Geldbestände durchaus denkbar. Der Vorteil für Staat und Finanzamt: Was der Bürger tut und lässt, ist absolut transparent, denn jede Transaktion ist dokumentiert."

Deutschlandfunk, Das Wochenendjournal, 19.03.2016, von Ulrich Gineiger

"Ökonomen: Bargeld abschaffen!

Solche Situationen, in denen man ganz beiläufig Bargeld aus der Tasche holt, könnten aus dem Alltag verschwinden. Denn wichtige Ökonomen fordern die Abschaffung von Scheinen und Münzen. […] Ihre Motive sind vor allem eine wirksamere Geldpolitik und höhere Sicherheit.
[…]
Doch gibt es auch in Deutschland gewichtige Stimmen gegen das Bargeld. Zum Beispiel die des Ökonomie-Professors Peter Bofinger. […] In einem Interview mit dem 'Spiegel' vor wenigen Monaten bezeichnete er Bargeld als 'Anachronismus'. Auch um Schwarzarbeit besser zu verhindern, sollte es seiner Ansicht nach abgeschafft werden.
[…]
Der Bund der Kriminalbeamten fordert, die Bargeldnutzung zu begrenzen – um Kriminalität besser bekämpfen zu können. Vizepräsident Sebastian Fiedler: …
[…]
Sieben Prozent der deutschen Verbraucher haben laut einer Umfrage des Verbandes Bitcom schon einmal beim Einkaufen kontaktlos mit Handy oder Karte bezahlt. Es gibt sogar Menschen, die zahlen mit einem RFID-Funkchip, groß wie ein Reiskorn, den sie sich von einem Arzt unter die Haut spritzen lassen. Dazu gehören Gäste der Rotterdamer Bar Baja. Coolness und Bequemlichkeit wiegen für sie höher als die Gefahr ständiger Überwachung durch Dritte."

Deutschlandfunk, 26.10.2015, von Caspar Dohmen

"Obergrenze für Bargeldzahlungen
'Eingriff in Autonomie derer, die datenschutzgerecht leben wollen'

Sie müssen erst mal überlegen, was bedeutet das, wenn Bargeld auf einmal eingeschränkt wird. Denn es wird auch noch verfochten von einigen Vertretern, zum Beispiel von dem einen Chef der Deutschen Bank, dass Bargeld ja total abgeschafft werden könnte.

Das Gute an Bargeld aus Datenschutzsicht ist, ich kann bezahlen und diese Informationen werden nirgendwo gespeichert. Natürlich wird eine Rechnung erstellt oder an einer Kasse trotzdem ein Bon ausgegeben, aber es ist nicht klar, wer hat dieses Geld hergegeben, und insbesondere kann auch meine Bank nicht diese Transaktionen überall, wo ich Geld bezahlt habe, direkt nachvollziehen. […] Wenn ich jetzt gezwungen würde, ohne Bargeld auszukommen, das heißt, alles mit Überweisungen und Kartenzahlungen abzuwickeln, dann wären sogar Kleinstbeträge, mein vollständiges Verbraucherprofil, Lebensprofil sichtbar und für Jahre gespeichert.
[…]
Es ist trotzdem ein Eingriff in die Autonomie derjenigen, die datenschutzgerecht leben möchten, […] die so was noch bar bezahlen wollen.
[…]
Jemand, der alle Datenspuren kennen könnte von [.] Italiener-Restaurantüberweisungen beispielsweise, der könnte auch bestimmen, ich darf da zwar mein Essen zu mir nehmen, aber die Bezahlung für den Wein, die soll gefälligst gesperrt sein. Das heißt, es ist eine Machtposition, die dann eingenommen werden kann."

Deutschlandfunk, 03.02.2016, Umwelt und Verbraucher
Marit Hansen (Landesbeauftragte für Datenschutz in Schleswig-Holstein) im Gespräch mit Susanne Kuhlmann

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