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25.03.2020 - Datenschutz & Corona Corona via Standortdaten eindämmen? - Widersprecht der Weitergabe Eurer Standort-Daten mehr >>

 

10.03.2020 - Alter Elbpark Direkt neben einer Treppe wurden Bäume gefällt - für den Neubau einer Treppe mehr >>

 

09.03.2020 - Hafentor | Stintfang Die Bebauung ist im Gange mehr >>

 

07.03.2020 - Max Rubner-Institut: Das Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel schließt Standort! - Was passiert nun mit dem Grundstück zwischen Elbe und Palmaille? mehr >>

 

22.02.2020 - Filme Taxi-Demo gegen "FreeNow" am 20.02.20 bei youtube >>

 

20.02.20 - Baumfällungen Struensee "Schulcampus":
Laut Wochenblatt hätte es nicht sein müssen; ein Gegenentwurf wäre ohne Fällungen ausgekommen mehr >>

 

21.12.2019 - Jessenstraße / Lawaetzweg Die Häuser sind bald fertig - Ein paar visuelle Eindrücke mehr >>

 

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Anleitung: Demonstrieren ohne Smartphone - wie geht das?
Mit 3 Beispielen, warum das Handy zuhause bleiben sollte Indymedia >>

 

Aus der Presse:

Momentan ist Presse-Pause
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anna elbe und die Seefahrtsschule

Zur alten Website

 

anna elbe - Weitblick für Hamburg

Alle vier Jahre wählen?

Schön und gut, aber reicht das wirklich für eine funktionierende Demokratie?
Wir glauben, dass mehr dazu gehört, um Demokratie zu bewahren.

anna elbe - Warum wieso weshalb?

anna elbe kämpft für den Erhalt und gegen die Privatisierung öffentlicher Flächen und Räume in Hamburg Altona, an der Elbe. Dazu zählt auch, sich frei, unbeobachtet und nicht registriert durch die Stadt zu bewegen. Und in den eigenen vier Wänden sowieso! Die Wohnung ist unantastbar!

mehr dazu

Corona via Standortdaten eindämmen?

Wir meinen: Widersprecht der Weitergabe Eurer Standort-Daten

25. März 2020

zum film bei Youtube

Selber Schutzengel sein. Foto: Oullins 30.11.19

Es hört sich ja erstmal gut an:

Die Ausbreitung des Corvid-19-Virus soll Anhand der Standortdaten der Bevölkerung eingedämmt werden.
Doch ist das tatsächlich möglich? Wäre eine solche Maßnahme verhältnismäßig?

In der Mopo stand am 21.03.20 unter anderem: "Mobilfunkanbieter sollen den Gesundheitsbehörden die Standortdaten für diese Ortung* zur Verfügung stellen müssen."

Am 22.03. wurde in der Tageschau widerrufen, das Gesetz solle noch einmal überarbeitet werden: "Vorerst keine Ortung von Kontaktpersonen durch Handydaten" hieß es.
Diese Frage wird aber auf jeden Fall wieder auf uns zu kommen.

Es heißt, die Daten seien anonymisiert – doch ist das überhaupt machbar?
Dies wird von vielen angezweifelt. Beispielsweise schrieb der Stern am 15. März 2020 über eine Studie, die belegen soll, dass 99,98 % aller anonymisierten Daten auf die Person zurück geführt werden können.

Ein anderer Gebrauch von Tracking-Daten

Der östrreichische Datenschutzexperte Wolfie Christl hat laut netzpolitik.org ein konkretes Beispiel gefunden, wofür solche Daten genutzt werden könnten: "Im Extremfall könnten mobile Standortdaten auf Einzelpersonenebene natürlich als eine Art elektronische Fußfessel genutzt werden."

Es ist zu befürchten, dass aus dieser Ausnahme ein Dauerzustand wird, dass die Daten auch weiter erhoben und weitergeleitet werden, wenn die Pandemie vorbei ist. Eine Kolumne vom 18.03.20 dazu gibt es bei Spiegel online, von Sascha Lobo und einen ausführlichen Artikel in der Zeit mit Anworten und Abwägungen zu pro und contra vom 24. März 2020.

Wir möchten ausdrücklich davor warnen, dass über solche Hintertüren aus Deutschland ein Überwachungsstaat wird, der die Stasi in den Schatten stellt und sich mit China vergleichen lässt.

Daher rufen wir dazu auf:

Widersprecht der Anonymisierung und anschließenden Übermittlung Eurer Daten an Dritte (die Motionlogic GmbH)!

Deutschland hat drei Mobilfunknetze: Die Deutsche Telekom betreibt das D1-Netz, Vodafone das D2-Netz und Telefónica Deutschland das O2-Netz. Diese werden von allen Anbietern genutzt, über diese Netze gehen alle Verbindungen.

Bei Telekom und Telefónica geht das Ablehnen schnell via Formular:

Telekom: https://www.optout-service.telekom-dienste.de/public/anmeldung.jsp
Telefónica / O2: https://www.telefonica.de/dap/selbst-entscheiden.html

Bei Vodafone haben wir leider kein solches Formular gefunden.
Ein Widerspruch dort könnte z.B. so aussehen:
"Hiermit widerspreche ich der Anonymisierung und anschließenden Übermittlung meiner Daten an Dritte / die Motionlogic GmbH."

 

Handy-Ortung wegen Corona Schärferes Gesetz per Eilverfahren in Deutschland mopo 21.03.20

Vorerst keine Ortung von Kontaktpersonen durch Handydaten tagesschau 22.03.20

Zu 99,98 Prozent wiedererkennbar: Warum unserer Daten im Netz gar nicht ... tagesschau 15.03.20

Standortdaten und Corona: Unverhofftes Datengeschenk netzpolitik.org 19.03.20

Gravierender Eingriff, unklarer Nutzen zeit online 24.03.20

Widerspruch-Formular Telekom  

Widerspruch-Formular Telefónica / O2  

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Für eine Treppe? Baumfällungen im Alten Elbpark

Direkt neben einer Treppe wurden Bäume gefällt - für den Neubau einer Treppe

10. März 2020, Ergänzung 20. März 2020

Grafiti: Ernsthaft für eine neue Treppe

Eine berechtigte Frage. Foto: 08.03.20

Inzwischen war es auch in der Mopo zu lesen: Im alten Elbpark wurden Bäume für eine neue Treppe gefällt.

Sie standen direkt neben einer exitierenden Treppe – vier recht alte Bäume mit Umfängen von 1,25 bis 2,66 m.

Selbstverständlich steht in der Liste für geplante Fäll- und Schnittmaßnahmen, dass es Ersatzpflanzungen geben soll.

Zum einen muss man sich fragen, wo Ersatz gepflanzt werden würde: Am Stadtrand oder in einem anderen Park vielleicht? Und zum anderen: Wie lange brauchen neu gepflanzte Bäume, bis sie diese Größe erreicht haben?

Jeden Freitag gehen Schüler*innen auf die Straße, weil sie berechtigte Angst vor dem Klimawandel haben. Wir meinen, dass es da nicht passt, wenn hier große, alte Bäume ohne Not für eine Treppe gefällt werden, obwohl es bereits an der gleichen Stelle eine Treppe gibt.

Klimaschutz weil Baum

Klima-Demo, 20.09.2019

Laut Mopo sagte eine Sprecherin des Bezirksamtes, dass die beiden gefällten Pappeln "sowieso in der Standsicherheit gefährdet" gewesen wären. Soetwas steht normalerweise in der Baumfällliste. Dort wird jedoch unter "Schadbild/Anlaß" für alle vier Bäume "neuer Parkzugang" als als Fällgrund angeführt.

Das "Quartiersmanagement" - also diejenigen, die einst eine Bürgerbeteiligung zu der Sanierung des Alten Elbparks durchführten - schreiben auf ihrer Website: "Die neue Treppenanlage ersetzt dabei die baufällige und schon lange Zeit gesperrte Treppe. Dies ist ein Wunsch aus den zahlreichen Bürgerbeteiligungsprozessen ..."

Die Mopo hat sich die Mühe gemacht und die Unterlagen zu den Prozessen durchforstet. Sie kommt zu dem Schluss, dass sich viele der beteiligten Bürger für eine Instandsetzung der alten Treppen und gegen die Rodung der Bäume für eine neue Treppe ausgesprochen hätten.

Ergänzung am 20.03.20: Eine Anwohnerin meldete sich: "Eine Nachbarin hat nochmal bestätigt, dass der Entwurf ohne die neue Treppe gewählt wurde und auch auf der letzten Stadtteilkonferenz die Änderung mit Baumfällung nicht erwähnt wurde."

Unsere Erfahrungen mit Bürgerbeteiligungen lässt ahnen, dass die einst stattgefundene Bürgerbeteiligung nun als Feigenblatt für alles dienen soll, was dort geschehen wird. Beispiele dazu gibt es viele.

Eines davon: Auch als es um die Fällung von 106 "erhaltenswerten" Bäumen im Stuenseequartier ging, wurde auf eine Bürgerbeteiliung verwiesen. Dort hatte zwar tatsächlich eine Bürgerbeteiligung stattgefunden, allerdings u.a. zu Sanierung / Neuplanung einer Stadtteilschule, die kurz nach Abschluss der Bürgerbeteiligung leider ganz anderen Plänen weichen musste: Nun werden dort ein Gymnasium und das Französisch-Deutsche Gymnasium gebaut. Sie haben nichts, gar nichts mit der stattgefundenen Bürgerbeteiligung zu tun.

Mehr zum Struenseequartier

 

Gefällte Bäume, Alter Elbpark

Was von den Bäumen übrig blieb
Foto: Doro Carl, 02.03.20

Baumstumpf, rot mit Grabkerze und Rose im alten Elbpark

Für eine Treppe
Foto: 08.03.20

Baumstumpf, rot mit Grabkerze und Rose im alten Elbpark

Foto: Doro Carl, 02.03.20

Baumstumpf, rot wie Blut im alten Elbpark

Foto: Doro Carl, 02.03.20

Baumstümpfe am Hang im alten Elbpark

Foto: Doro Carl, 02.03.20

Baumstamm-Schnitt im alten Elbpark

Foto: Doro Carl, 02.03.20

 

Blutrote Baumstümpfe Hamburger protestieren mit drastischer Aktion ... Zur Mopo 07.03.2020

Baumfälliste Bezirksamt Mitte PDF 26.11.2019

"Presseerklärung des Quartiersmanagements" weiter 06.03.2020

Nebenbei: auf der Website Großneumarkt-Fleetinsel (Quartiersmanagement) steht geschrieben: "Die Interessengemeinschaft Großneumarkt-Fleetinsel e.V. wurde 2002 unter Mithilfe der Handelskammer Hamburg gegründet."

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Das Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel schließt Standort!

Was passiert nun mit dem Grundstück zwischen Elbe und Palmaille?

7. März 2020

Max Rubner-Instiut Palmaille, Hamburg, 7.3.20

Das Institut von der Palmaille gesehen

Max Rubner-Instiut Palmaille, Hamburg

Der Eingang an der Palmaille, 07.03.20

Max Rubner-Instiut Palmaille, Hamburg

Blick von der Palmaille, 07.03.20

Uns erreichte vor zwei Tagen eine Mail mit dem Hinweis, dass die Gebäude des Bundesforschungsinstituts für Ernährung und Lebensmittel leerstehen würden. Das Grundstück fiele nun an die Stadt Hamburg zurück.

Besorgt wird angenommen, dass das Grundstück bald für teure Eigentumswohnungen verkauft werden würde. Diese Befürchung ist nicht abwegig. In Hamburg wird immer wieder Grund und Boden der Stadt – wegen vorgeblich dringend benötigtem Wohnraum – an private Investoren verkauft, die sich mit dem erworbenen Eigenturm eine goldene Nase verdienen. Der Grund und Boden ist dann für die Stadt und die Allgemeinheit verloren.

Ein Beispiel: die Straße ein Stück weiter runter Richtung Elbvororte, die Rainville Appartements an der Elbchaussee. Dort wurde in einem Landschaftsschutzgebiet, das einst zur Seefahrtsschule und davor zum Heine Park gehörte, ein riesiger Komplex mit sehr, sehr teuren und sehr, sehr großen Eigentumswohnungen gebaut. Bis heute gibt es keinen Bebauungsplan, der dort Wohnbebauung ausweist. Im Bebauungsplan ist das Grundstück noch immer als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen.

mehr zu den "Rainville Appartements"

Das Grundstück, auf dem das Max Rubner-Institut steht, ist im Bebauungsplan als Fläche für den Gemeinbedarf ausgewiesen. Das Gebiet ist als "Bundesforschungsanstalt für Fischerei" gekennzeichnet. Sollte hier Wohnungsbebauung stattfinden, muss der Bebauungsplan geändert werden. Eine andere, leider oft erlebte Variante: Es werden irrwitzige Befreiungen vom Bebauungsplan erteilt. Ein Bebauungsplan kommt eigentlich einem Gesetz gleich. (Siehe)

Wir unterstützen die Volksinitiativen "Keine Profite mit Boden und Miete!"! Haben sie Erfolg, bleibt das Grundstück, das uns allen gehört und für den Gemeinbedarf ausgewiesen ist, in öffentlicher Hand und für den Nutzen der Allgemeinheit erhalten.

Das Max Rubner-Institut haben wir bereits angeschrieben, um in Erfahrung zu bringen, warum der Standort geschlossen wurde und was mit dem Grundstück passieren soll.

 

Bundesinstitut für Ernährung und Lebensmittes - MRI

Blick vom Elbewanderweg - Foto: 09.03.20

Bundesinstitut für Ernährung und Lebensmittes - MRI

Blick von der Palmaille, 07.03.20

Bundesinstitut für Ernährung und Lebensmittes - MRI

Blick vom Elbewanderweg, Foto: 09.03.20

Zum Bebauungsplan Altona-Altstadt21

Auszug aus dem Bebauungsplan, 10.03.20

 

Zum Bebauungsplan Altona-Altstadt 21 PDF

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Baumfällungen für den "Schulcampus"

Laut Wochenblatt hätte es nicht sein müssen; ein Gegenentwurf wäre ohne Fällungen ausgekommen

20. Februar 2020

 

Wie so oft in Altona: Ausgerechnet die Grünen haben sich gemeinsam mit der sPD für die Baumfällungen entschieden. Laut Elbe Wochenblatt gab es durchaus einen Entwurf für das Schulgelände, der ohne Baumfällungen ausgekommen wäre.

Nach eigenem Verständnis wollen die Grünen Umwelt- und Klimaschutz voranbringen. Sie meinen auch sozial und "bürgernah" zu sein. Daher fragt anna elbe sich, warum ausgerechnet die Grünen immer wieder dadurch auffallen, dass sie das Gegenteil dessen unterstützen oder gar herbeiführen.

Beispiele: Abriss der Gründerzeithäuser Breite Straße (sozial, bürgernah) und der Extrem-Nachverdichtung bei "Bahrio68" (Umwelt, bürgernah). In beiden Fällen hatten die Architekten für die Grünen Positionen bekleidet.

"Die grüne Stefanie von Berg hatte die Baumfällungen zwar bedauert, sich aber gleichzeitig auf Sachzwänge zurückgezogen.
' Die privilegierte Fällgenehmigung ist durch nichts zu erklären', kritisierte auch der CDU-Fraktionsvorsitzende Sven Hielscher die Pläne. Linke-Fraktionschef Robert Jarowoy sagte: 'In Zeiten des Klimawandels ist eine solche Aktion nicht zu vertreten.'"
Siehe Elbe Wochenblatt, 18.02.2020

Baumfällungen Schule Struenseestraße

Baumfällungen Struenseestraße, Foto: 16.02.20

Baumfällungen Schule Struenseestraße

Blick von der Struenseestraße, Foto: 16.02.20

Baumfällungen Schule Struenseestraße

gefällte Bäume, Foto: 16.02.20

Baumfällungen Schule Struenseestraße

Noch mehr gefällte Bäume, Foto: 16.02.20

Baumfällungen Schule Struenseestraße

mit Baumstümpfen, Foto: 16.02.20

Baumfällungen Schule Struenseestraße

Die Bäume werden geschreddert, Foto: 17.02.20

 

Bürgerinitiative, CDU und Linke kritisieren Abholzung für Schulneubau ... zum Artikel 18.02.2020

Mehr zu Struensee-Quartier und Schulcampus hier

 

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Pressemeldung oder Ein Aufruf zur Aufklärung - Umweltsau und Smart Meter

20. Januar 2020

Sehr geehrte Damen und Herren,

Wie schützt man eigentlich eine Demokratie? Oder: Öffentlich rechtliche Medien als "Vierte Gewalt"?

Sagen Sie mal zu jemandem "Oma ist ne alte Umweltsau". Ihr Gegenüber, wird höchstwahrscheinlich wissen, was damit gemeint ist. Probieren Sie es nun mit "Smart Metering", "neue Polizeigesetze" oder auch nur "Drei Säulen der Demokratie" bzw. "Gewaltenteilung".

Wir gehen davon aus, dass Sie erstaunte Blicke, "ja, was ist damit" oder "Smart - ja, Mietering, was ist denn das?" als Antwort erhalten. Denn so ist unsere Erfahrung. Woran das liegen mag?

Bitte beachten Sie die Pressemeldung im Anhang.

Mit freundlichen Grüßen
anna elbe - Weitblick für Hamburg

 

Zur vollständigen Presseerklärung zur PM anna elbe, 20.01.20

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Struenseequartier: Mindestens 106 Bäume sollen gefällt werden

Am 12. Dezember wurden die Fällungen von der Altonaer Politik beschlossen. Angemerkt sei, dass die Grünen in der Altonaer Bezirksversammlung die stärkste Partei ist.

31. Dezember 2019

Baumfällungsplan

Struenseestraße, Foto: 02.03.2019
(Gebiets-Linie nachgemalt)

Von den 106 zu fällenden Bäumen werden 12 als besonders erhaltenswert eingestuft. (S.9 des Fällungsantrags)

Angeblich werden Orte für Ersatzpflanzungen gesucht. So steht in der zur Abstimmung vorgelegten Beschlussempfehlung des Amtes geschrieben, dass "in höchster Priorität weitere Standorte auf dem Schulgelände identifiziert werden" sollen.

Insgesamt 17 Neupflanzungen sind in der Planung vorgesehen. Aus dem Genehmigungsantrag für die Fällungen geht hervor, dass weitere Ersatzpflanzungen nicht wirklich geplant werden. Denn dort steht geschrieben: "Es ist vorgesehen, die zu rodenden Bäume durch Ersatzzahlungen von insgesamt 165.000 € zu kompensieren."

Mit Geld können Bäume unseres Erachtens nicht "kompensiert" werden. Für eine Rosskastanie mit 69,4 cm Durchmesser sollen z.B. 5.000 € gezahlt werden. Davon wird sie nicht wieder lebendig und das Grün wird hier fehlen.

Wir fragen uns, woher das Geld kommt und wohin es kompensiert werden soll. Der Bauherr ist Schulbau Hamburg (SBH) – linke Tasche, rechte Tasche? Was genau wird mit dem Geld gemacht? Kommt es hier, an diesem Ort, wo die Bäume fehlen werden "zum Einsatz"?

Die Luftverschmutzung ist hoch. Sie kommt vom Hafen, dem Kreuzfahrtterminal Altona und der Königstraße, die auch als Umweg um das Fahrverbot in der Max-Brauer-Straße genutzt wird.

Sie haben Fragen zu dem Vorgang? bezirksversammlung@altona.hamburg.de

"Schulcampus Struenseestraße" – was und warum?

Dezember 2014: Die Schulgebäude der Stadtteil- und der Ganztagsgrundschule sollten saniert und z.T. erneuert werden. Dazu wurde ab März 2014 ein mehrstufiges Beteiligungsverfahren durchgeführt, aus den u.a. folgende Wünsche festgehalten wurden: Bürgerhaus, Café, Treffpunkte, Weiterbildung, Aufenthalts- und Freiraumqualität verbessern.

Beide Schulen waren 2-zügig mit insgesamt 430 Schülern.

Mai 2015: Aus der Zeitung erfahren Schüler und Eltern, dass hier nun ein Gymnasium enstehen soll. Die Schulleitung erfuhr nach eigenen Angaben auch erst am 7. Mai von dem Vorhaben.

Die Stadtteilschule soll in St Pauli und in der Neustadt weitergeführt werden, also nicht mehr der Struenseestraße sein. Das Gymnasium ist 4-zügig geplant: das sind jährlich ca. 115 neue Schüler.

März 2017: Zur "Stärkung des Wirtschaftsstandortes" wird nun zusätzlich ein deutsch-französisches Gymnasium in der Struenseestraße geplant. Dies wird maßgeblich von Olav Scholz vorangetrieben.

Wieviele Schüler es beherbergen soll, konnten wir leider nicht herausfinden. Auch nicht warum es ausgerechnet hier untergebracht werden soll. Sicher ist: Es wird eng auf dem Gelände.

Ein Gutes hat es: Der Verkauf eines Teils des Schulgeländes an Privatinvestoren wird zur Zeit nicht weiter verfolgt.

Für genauere Information zu dem Ablauf, bitte auf der Seite "Struenseequartier" scrollen.

 

Beschlussempfehlung des Amtes (an den Hauptausschuss Altona) PDF 12.12.2019

Genehmigungsantrag: Baumfällliste mit Berechnung für Ersatzzahlungen PDF 09.12.2019

Mehr zu den Schulen an der Struenseestraße hier

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Baustelle Jessenstraße - ein paar visuelle Eindrücke

21. Dezember 2019

Fenster zumauern

Foto: 21.12.19

Die Häuser sind bald fertig.

Wir wünschen uns, dass diejenigen, die solch enge Bebauung veranlassen und durchwinken auch Nutznießer der Bebauung sein sollten und in die von ihnen so gelobten Wohnungen selbst einziehen sollten. Oder in die Wohnungen, denen jetzt Licht und freier Blick genommen wurde.

Die hiesen Anwohner würden wahrscheinlich gern mit ihnen tauschen.

Baustelle Jessenstraße

Foto: 21.12.19

 

Baustelle Jessenstraße

Foto: 10.12.19

Baustelle Jessenstraße

Foto: 10.12.19

 

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Nachgefragt: Überwachungskameras im öffentlichen Raum

Die Kameras fielen uns ins Auge und wir fragten am 26.09.19 bei der Bezirksversammlung nach ...
Bei dem Hamburgischen Beauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit fragten wir ebenfalls nach. Die Anfrage wurde an die Landesbeauftragte für den Datenschutz Niedersachsen weitergeleitet, da sich der Sitz der Firma dort befindet.

11. Oktober 2019 | Update 18.11.2019

Antwort vom Bezirksamt Altona, 13. November 2019, siehe

Kameras im öffentlichen Raum

Baustellenkameras filmen Gehweg - 12.09.19

mit Kreuzfahrt

Baustellenkamera, Jessenstraße - 16.09.19

mit Kreuzfahrt

Baustellenkamera, Jessenstraße - 12.09.19

Sehr geehrte Damen und Herren,

im Anhang finden Sie Fotos von einer Baustellen-Video-Überwachung. Hier wird eindeutig der öffentliche Raum gefilmt. (Jessenstraße / Lawaetzweg)

Soweit es uns bekannt ist, ist eine solche Überwachungs-Filmerei nur unter ganz besonderen Umständen erlaubt.

"Dazu ist festzuhalten: Die private Videoüberwachung des eigenen Grundstückes mitsamt des Hauses ist rechtlich ohne weiteres zulässig. Sobald aber der öffentliche Raum (etwa Gehweg, Parkplatz, Straße) oder private Flächen (zum Beispiel der Garten des Nachbarn) beobachtet werden, stellt das grundsätzlich eine Verletzung des allgemeinen Persönlichkeitsrechts dar." - "Dazu heißt es in einem BGH-Urteil vom 16.03.2010 (VI ZR 176/09):

'(...) Eine Videoüberwachung greift in das allgemeine Persönlichkeitsrecht der Betroffenen in seiner Ausprägung als Recht der informationellen Selbstbestimmung ein; dieses Recht umfasst die Befugnis des Einzelnen, grundsätzlich selbst zu entscheiden, wann und innerhalb welcher Grenzen persönliche Lebenssachverhalte offenbart werden, und daher grundsätzlich selbst über die Preisgabe und Verwendung persönlicher Daten zu bestimmen.'"

Videoüberwachung – was ist erlaubt? - ZDF

Sollten Sie die Aufstellung der Kameras genehmigt haben, möchten wir von Ihnen wissen, wie hoch Auflösung der Filmaufnahmen ist, welcher Art und wo die Daten wie lange gespeichert werden. Wer hat kann die Aufnahmenen einsehen? Bei wem können wir Auskunft über unsere Daten nach DSGVO einholen?

Wir fühlen uns in der Nutzung des öffentlichen Raumes stark eingeschränkt. Wie im Grundsatzurteil zur informationellen Selbstbestimmung zu lesen ist, ändert Überwachung das Verhalten derer, die sich nicht über den Verbleib und Zugriff auf solche Daten sicher sein können.

"Mit dem Recht auf informationelle Selbstbestimmung wären eine Gesellschaftsordnung und eine diese ermöglichende Rechtsordnung nicht vereinbar, in der Bürger nicht mehr wissen können, wer was wann und bei welcher Gelegenheit über sie weiß. Wer unsicher ist, ob abweichende Verhaltensweisen jederzeit notiert und als Information dauerhaft gespeichert, verwendet oder weitergegeben werden, wird versuchen, nicht durch solche Verhaltensweisen aufzufallen. […] Dies würde nicht nur die individuellen Entfaltungschancen des Einzelnen beeinträchtigen, sondern auch das Gemeinwohl, weil Selbstbestimmung eine elementare Funktionsbedingung eines auf Handlungsfähigkeit und Mitwirkungsfähigkeit seiner Bürger begründeten freiheitlichen demokratischen Gemeinwesens ist. ..."

nachzulesen bei wikipedia

Über eine baldige Antwort freuen wir uns.

Mit freundlichen Grüßen
[Den Name lassen wir weg. Anm. Red]
anna elbe

 

7. Oktober 2019

Eine vorläufige, kurze Antwort der Bezirksversammlung:

Sehr geehrte Damen und Herren,

auf Wunsch der Vorsitzenden der Bezirksversammlung haben wir Ihre Mail an das Bezirksamt m.d.B.u. Überprüfung und Beantwortung weitergeleitet.

Die Mitglieder der Bezirksversammlung haben Ihre Mail ebenfalls zur Kenntnis erhalten.

Mit freundlichen Grüßen
[Den Name lassen wir weg. Anm. Red]
Bezirksversammlung Altona

Die Antwort vom Bezirksamt Altona, Fachamt Management des öffentlichen Raumes

13. November 2019, per Mail

Sehr geehrte Damen und Herren,

bei der Überwachungskamera an der Baustelle Ecke Lawaetzweg/ Jessenstraße handelt es sich um eine reine Überwachung des Baustellenbereichs und ist somit Bestandteil der Baustelleneinrichtung. Die Kamera ist fixiert auf den Baustellenbereich, umliegende private Nachbargrundstücke sowie der öffentliche Bereich entlang der Jessenstraße und des Lawaetzweges sind verpixelt und werden somit bei der Aktivierung der Kamera nicht erfaßt. In der Zeit von 6.30 bis 18.00 Uhr ist die Kamera während des Baustellenbetriebes komplett abgeschaltet und wird erst ab 18.00 Uhr aktiviert. Das Überwachungssystem reagiert mit Inbetriebnahme auf Bewegung innerhalb des überwachten Baustellenbereichs und löst bei Aktivierung den vorgegebenen Alarmstufenplan bei der Leitzentrale des Betreibers der Alarmanlage aus. Unterlagen zur Einrichtung der Kamera und des Alarmplans liegen uns vor, es liegen nach Prüfung der Unterlagen keine Verstöße gegen das DSGVO vor, die Überwachung beschränkt sich rein auf eine auf Privatgrund eingerichtet Baustelle.

Mit freundlichen Grüßen
[Den Name lassen wir weg. Anm. Red]
Bezirksamt Altona, Fachamt Management des öffentlichen Raumes

anna elbe meint: Unser Vertrauen stärkt diese Antwort nicht. Warum sind die Kameras direkt über dem Fußweg und nicht auf der Baustelle angebracht?
Wie genau funktioniert das mit der Verpixelung? Wann und wo werden die Bilder verpixelt und wie werden sie übertragen? Wer kann die Bilder entpixeln? Und: Wer prüft das wie nach?

 

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Eindrücke von den Cruise-Ruß-Days

26. September 2019

mit Kreuzfahrt

Park Fiction - 14.09.19

Wiedereinmal wurde die anwohnende Bevölkerung ein ganzes langes Wochenende mit Cruise-Ruß beglückt. So richtig gefreut haben sich wenige.

Dabei waren der ganze Hafen und die Nächte schon Wochen zuvor unter blaues Licht gesetzt worden. Wohl, damit alle schön wach sein würden, wenn dann die laut trötenden Klimakiller in den Hafen einlaufen.

Blaues Licht hält bekanntlich wach und man kann sich dem schlecht entziehen. Manche berichteten, dass sie extra die Computerbrillen nach der Arbeit aufbehalten hätten, da diese Brillen übere einen Blaufilter verfügen würden.

Wir haben auch Leute gesehen, die Mundschutz trugen.

Viel Protest war wenig auszumachen. Es ist aber auch verdammt schwer, da gegenan zu stinken.

mit Kreuzfahrt

Park Fiction - 14.09.19

mit Kreuzfahrt

Park Fiction - 14.09.19

mit Kreuzfahrt

Park Fiction - 14.09.19

mit Kreuzfahrt

Park Fiction - 14.09.19

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Gibt es Messstellenbetreiber die keine intelligenten Messgeräte einbauen?

Die Entscheidung, ob der Stromverbrauch des eigenen Haushalts demnächst smart ausgelesen wird, liegt bei den Messstellenbetreiben.

13. September 2019

beinahe unsichtbar

Merkt man gar nicht

Messstellenbetreiber sind ab spätestens 2021 befugt, smarte Stromzähler für jeden Haushalt einzubauen. Diese messen im Viertel-Stunden-Takt den Stromverbrauch und speichern die Daten.

Das birgt die Möglichkeit, Haushalte total auszuspähen: Wann wird welches Gerät an- oder ausgestellt, wie ändert sich der Verbrauch, ist Besuch da oder jemand auf Reisen?

In China werden diese Daten nach Medienberichten z.B. von ARD und NDR bereits zur Überwachung eingesetzt. (Siehe)

Noch können Mieter selbstständig Messstellenbetreiber wählen und ggf. dahin wechseln, wo keine smarte Strommessung geplant ist.

Mehr dazu hier

Doch wie findet man einen Messstellenbetreiber, der keine solche smarte Datenspeicherung vornehmen will?

Aus der Antwort des Stromanbieters "LichtBlick":

"[...] Derzeit ist es so, dass bei Neubauten und Totalsanierungen seit 2010 laut Energiewirtschaftsgesetz sogenannte intelligente Stromzähler eingebaut werden müssen, sofern dies wirtschaftlich zumutbar ist. Da sich der Entwicklungsstand der sogenannte -intelligenten- Stromzähler noch am Anfang befindet, kann man heute noch nicht sagen, wie sich die Geräte in Hinsicht auf z. B. Strahlung und möglichen Datenmissbrauch entwickeln werden.

Wir, als umweltbewusster Stromanbieter, werden diese Entwicklung jedenfalls weiter beobachten. Auch vielen Dank für Ihren Interessanten Link zu den smarten Stromzählern.

Es ist vollkommen richtig, dass die Messstellenbetreiber für den Einbau und Wartung des Zählers zuständig sind.

In Ihrer Gegend ist Ihr Messstellenbetreiber die Stromnetz Hamburg GmbH. Ganz wichtig: Auch Ihr Netzbetreiber, also der Eigentümer der Zähler und der Stromnetze ist Stromnetz Hamburg. Aber diese Unternehmen agieren komplett getrennt voneinander und gehören nicht zusammen. Obwohl diese den selben Namen tragen.

Einen Messstellenbetreiber, der keine smarten Zähler einbaut, kenne ich leider nicht und nach Rücksprache mit der Fachabteilung ist uns auch keiner bekannt. Das tut mir Leid, dass ich Ihnen da nicht weiterhelfen kann.

Die Telefonnummer von Ihrem örtlichen Messstellenbetreiber lautet: 040 790 28 16 70. Bei spezifischen Fragen diesbezüglich können Sie auch da gerne anrufen."

Herzlichen Dank an LichtBlick für die Zustimmung, diesen Text hier zu veröffentlichen.

anna elbe meint: Schreiben Sie Ihren Messstellenbetreiber an und weisen Sie darauf hin, dass Sie einem Einbau von smarten Auslesegeräten widersprechen. Rufen Sie dort an (Hamburg: 040 - 790 28 16 70) oder schicken Sie eine Mail (Stromnetz Hamburg GmbH).

 

Stromnetz Hamburg GmbH über Intelligente Messsysteme zur Website

China: Überwachung per Polizei-App ARD 02.05.19

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Klima kippt - Kreuzfahrt boomt

Hamburg unterstützt das Ganze und richtet für die Kreuz-Fahrer das Event "Cruise Days" aus

7. September 2019

Cruise Center Altona stinkt zum Himmel

Screenshot, Panorama, ARD, 05.08.2019

"Das größte Problem bei der Klimarettung ist, dass alle sich darauf verlassen, dass andere die Welt retten."

Gesehen auf einem Sticker in Altona

Ja, wenn die Kreuzfahrer nicht zu den schmelzenden Gletschern fahren würden, um auch dort mit ihrer Schwerölverbrennung die Umwelt so richtig zu belasten, dann würden die Gletscher ja vielleicht gar nicht ganz so dolle schmelzen.

Was sollten sich die zahlenden Touristen dann nur ansehen?


Landstrom zu teuer? Dann Subvention für Klimakiller!

Am 23. Mai 2019 hatte Panorama über die Sinn und Unsinn von Landstromanlagen berichtet: Neue Staatshilfe für Kreuzschifffahrt

Die 10 Mio € teure Landstromanlage in Hamburg wird nicht genutzt: Die Nutzung ist den Reedern zu teuer. Wenn sie überhaupt einen Anschluss für die Anlage haben.

Und weil das so gar nicht gut läuft, wurde jetzt in Kiel noch mal so eine Landstromanlage gebaut. Damit die Reeder den teuren Strom auch annehmen, sollen wir dann alle noch mal drauf zahlen: Die EEG-Umlage soll für Reederein um 80% gekürzt werden, wenn es nach Hamburgs Bürgermeister Peter Tschintscher geht. Und das obwohl die Reedereien große Gewinne einfahren.

Ist ja auch egal, sind ja genug Steuergelder da. Dann bleiben halt die Kitas unterbesetzt und Schulen marode. Wichtig ist doch: Erst das Vergnügen und dann ...

Und den richtigen Dreck machen sie ja auch erst, wenn sie an Wedel vorbei gefahren sind. Dann wird Schweröl verbrannt, die Abfälle sozusagen. Das ist nicht so wichtig, denn das merken wir hier ja nicht. Nur vielleicht die Eisschollen und -bären.

 

Klima kippt - Kreuzfahrt boomt zum Film Panorama, 05.08.19

Neue Staatshilfen für Kreuzfahrtschiffe zum Film Panorama, 23.05.19

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Petitionen unterzeichnen? Vorher Datenschutzerklärung lesen!

Ihre politische und soziale Einstellung ist für Datenkraken ein gefundenes Fressen!

15. August 2019

Wer eine Petition unterzeichnet, möchte in der Regel "etwas Gutes tun". Ob nun für den Erhalt eines Schwimmbades, das Bleiberecht eines Mitmenschen, die Unterstützung einer Familie in Not oder für den Erhalt der Demokratie – die meisten Menschen unterschreiben gern solche Aufrufe. Sie freuen sich, bei etwas in ihren Augen Gutem mitzuwirken und über das Engagement anderer, auch derer, die eine solche Unterschrift im Internet ermöglichen: Die Petitionsanbieter.

Doch leider sind solche Plattformen oftmals nicht so harmlos, wie der gute Zweck vermuten lässt.
Manche sammeln Daten oder lassen zu, dass von anderen Daten gesammelt werden.

Wer im Internet eine wie auch immer geartete Petition unterzeichnet, gibt damit seine Meinung, die politische und / oder soziale Einstellung kund. Wenn diese nun von Datenkraken gesammelt und ausgewertet werden, kann das durchaus Folgen haben.

Vielen wird der Skandal um facebook und Cambridge Analytica noch präsent sein: Cambridge Analytica soll anhand von bei facebook gesammelten Daten Millionen US-Wähler im Präsidentschaftswahlkampf 2016 zugunsten Donald Trumps beeinflusst haben. Selbes soll bei der Abstimmung zum Brexit passiert sein. Ein facebook-Mitarbeiter wurde zum Whisleblower, weil er die Demokratie in Gefahr sah.

Quelle: Welt, 26.03.18 | heise online, 26.03.18 | "Hello World", Hannah Fry, 2019

Am Beispiel von Change.org e.V.

Change.org haben wir ausgewählt, weil uns von dem Verein in Deutschland Daten aus einer Datenauskunftsanfrage nach DSGVO vorliegen, Change.org 2016 den BigBrotherAward gewonnen hat und wir wegen unterschiedlicher Kampagnen von Mehr Demokratie e.V. mit der Plattform konfroniert waren. Für mehr auf das Kreuzchen klicken.

Unsere Tipps:

  • Lesen Sie vor der Unterzeichnung einer Petition die Datenschutzerklärung der jeweiligen Plattform! Oft gilt der erste Klick als Zustimmung zur Nutzung und Weitergabe Ihrer Daten.
  • Fordern Sie Ihre Daten nach DSGVO bei den Plattformen an, bei denen Sie Petitionen unterzeichnet oder eingestellt haben! Sie werden staunen.

 

Blanko-Musteranfrage gem. DSGVO - Adresse und Absender eintragen als PDF  

Datenschutzerklärung Change.org Verein zum PDF  

re:puplika - Wie wird einem anonymen Browserverlauf die Person zugeordnet? zum Film  

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Warum nach China schauen? Liegt die Überwachung doch so nah!

EU-Richtlinie will "Fernauslese" mit smarten Geräten aus allen Wohnungen erzwingen, Innenminister-Konferenz möchte Zugriff auf smarte Geräte legalisieren, Verkehr wird via Kamera überwacht und auf dem Hansaplatz sind die Kameras scharf gestellt.

24. Juli 2019 | Ergänzung 26.07.19 | Antwort 'Datenschutzamt' 30.07.19

EU-Richtlinie soll smarte Auslesegeräte in alle EU-Haushalte bringen

In alle Haushalten innerhalb der EU sollen smarte Auslesegeräte verbaut werden, um den Verbrauch in der Grundversorgung – Strom, Wasser, Gas, Heizung – in kurzen Abständen zu messen.

Innenminister wollen Zugriff auf smarte Geräte beschließen

Bei der Innenminister-Konferenz Anfang Juni 2019 in Kiel berieten die Innenminister über den Zugriff auf smarte Haushaltsgeräte.

Straßenraum-Überwachung freigeschaltet

Im Namen des Sofortprojekts "Saubere Luft" werden ab dem 4. Juli 2019 alle gefilmt und gespeichert, die sich im Blickfeld der Kameras aufhalten.

30. Juli 2019 - Antwort des Datenschutzbeauftragten: "Personenbeziehbarkeit nicht festzustellen"

 

Videoüberwachung scharf gestellt - Hansaplatz

Im Namen der Sicherheit wird jeder - Du, ich, unsere Kinder und Eltern, Freunde und Besucher - erfasst und für mindestens 30 Tage gespeichert. Das passt in einen totaliäten Staat, aber nicht in eine Demokratie.

 

anna elbe meint:

Wenn wir wegen der Totalkontrolle nach China schauen, den Kopf schütteln darüber, wie dort die Überwachung voranschreitet und vielleicht gar belächeln, dass die Leute sich das gefallen lassen, sollten wir uns nicht wundern, wenn wir selbst bald so leben.

Es könnte so kommen, weil wir woanders hinschauen und nicht mitbekommen, was hier passiert, weil wir uns nicht vorstellen können, dass es passiert.

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Smarte Stromzähler in China dienen der Überwachung

Verbrauchsdaten könnten – zum Beispiel ein ungewöhnlich hoher Stromverbrauch – zu einem Extremismusverdacht führen und die Polizei alarmieren. So "Humans Rights Watch" in einem Report.

2. Mai 2019

Aufkleber: Die Kraft der Bewusstlosigkeit

"Die Kraft des Widerspruchs"?

Heute war im Radio, NDRinfo, zu hören, dass in China der Stromverbrauch bereits in eine Überwachungs-App für die Polizei eingespeist werden.

Wer ungewöhnlich viel Strom verbraucht, könnte ins Fahnungskreuz geraten. Die Überwachungs-App würde dann eine Warnung an die Ermittler senden, damit diese dann eine Überprüfung vornehmen.

In Europa werden bis 2021 smarte Stromzähler für jeden Haushalt zur Pflicht, denn "Wie aktuell bei herkömmlichen Stromzählern ist auch der Einbau von intelligenten Messsystemen zu dulden."So schreibt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie auf seiner Website. Siehe

anna elbe fragt sich: "Smarte Stromzähler, funkende Rauchmelder, unumgängliche ePatientenakte (trotz erwiesener Unsicherheit), Pflicht zum Fingerabdruck im Personalausweis, immer mehr – wie wir meinen verfassungsfeindliche – Befugnisse für die Polizei ... Was haben die Regierungen der EU eigentlich vor? "

 

Als Audio bei tagesschau.de zum Audio 02.05.19

Polizei-App überwacht Millionen Chinesen ARD 02.05.19

Report "Humans Rights Watch" weiter unten HRW, 01.05.19

Smart Meter werden Pflicht in Europa weiter unten anna elbe, 04.04.19

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Fingerabdruck und biometrische Daten sollen auf Chip im Perso gespeichert werden
und neues Polizeigesetz in Sachsen tritt in Kraft

Das EU-Parlament hat die Pflicht zur Speicherung von Fingerabdrücken und biometrischen Fotos in allen Personalausweisen beschlossen.

15. April 2019

Fingerabdruck

Am 4. April hat das EU-Parlament beschlossen, dass von jedem EU-Bürger 2 Fingerabdrücke sowie die biometrischen Daten des Passbildes in seinem Identitätsausweis (Personalausweis in Deutschland) gespeichert werden müssen. So werden nun alle EU-Bürger zu potenziell-verdächtigen Straftätern.

siehe z.B. mdr

Wie die Daten verwendet werden dürfen, bleibt den Ländern überlassen. Da Innenminister Seehofer eine treibende Kraft dieses Beschlusses war und er auch für - in unseren Augen demokratiefeindliche - Polzeirechte eintritt, bleibt keine große Hoffnung auf moderate Verwendung bestehen.

Seehofer und Polizeigesetz, Beispiel, siehe Sputnik, 10.03.2018

Mehr Sicherheit schafft es sicher nicht.

Wir meinen, dass mehr Verunsicherung geschaffen wird. Wer kann diesen Chip auslesen, wann und wo?

Behörden in ganz Europa könnten damit ihre biometrischen Datenspeicher ausbauen, was Nazi-Deutschland ganz bestimmt zu nutzen gewusst hätte. Und wer weiß, was die Zukunft bringt.

Immer häufiger werden Fälle von rechtsradikalem Handeln bei Polizei und z.B. der Bundeswehr öffentlich. Der Präsident des Bundesamts für Verfassungsschutz, Hans-Georg Maaßen, wurde wegen rechtslastiger Einstellung – zögerlich zwar – in den Ruhestand versetzt.

Siehe bei wikipedia

Nach netzpolitik.org können bereits heute in Deutschland Polizei und Geheimdienste automatisiert auf vorhandene biometrische Daten zugreifen. Es muss nicht einmal protokolliert werden.

Siehe bei netzpolitk.org, 19.02.2019

Soetwas ist ein Überwachungsstaat, der in jedem Bürger einen potenziellen Gegner sieht.

Diese Maßnahmen sind nicht mit einer freiheitlichen Demokratie vereinbar. Würde soetwas in einem autokratisch regierem Land beschlossen, würden unsere Medien wahrscheinlich entsetzt aufschreien und das Ende aller bürgerlicher Rechte dort aufzeigen.

Doch damit nicht genug: nur ein paar Tage später, am 10. April, wurde – trotz massenhafter Proteste – in Sachsen ein neues Polizeigesetz verabschiedet, das der Polizei Rechte einräumt, wie wir sie höchstens in einem totalitären Staat erwartet hätten.

Beschlossen wurde dieser Gesetzentwurf

Gerade Sachsen ist immer wieder Thema wegen rechter Gesinnung bei der Polizei.
Beispielsweise wegen einer NS-ähnliche Stickerei auf den Sitzen eines sächsischen Panzerwagen (siehe), oder Polizisten, die sich mit Pegida-Demonstranten abklatschen, Ermittlungsergebnisse, die bei der NPD landen (siehe), Warnung der rechtsradikalen Gruppe "Freital" vor einer Razzia (siehe), ...

Diese Polizei darf nun beispielsweise:

  • Kunden-Daten von Internetanbietern einfordern
  • Bewegungsprofile von Personen erstellen
  • überwachen „lange bevor es ‚brenzlig‘ wird“
  • heimliche Aufzeichnen von Gesprächen in Privatwohnungen machen, egal ob es sich um die Wohnung der Person handelt, die einer zukünftigen Straftat verdächtigt wird oder nicht
  • neben der klassischen Observation, verdeckten Ermittler:innen einsetzen.

Das ist noch lange nicht alles: Hinzu kommt eine sagenhafte Ausstattung, die z.B. Bodycamps umfasst und halb Sachsen wird mit Gesichtserkennungskameras bestückt.

Marie Bröckling bei netzpolitik.org, 10.04.2019

anna elbe fragt: Wer soll eigentlich durch solche Gesetze geschützt werden?

Mehr zu dem Thema:

 

Fingerabdruck für mehr Sicherheit? zum Film zdf, moma, 13.02.19

Speicherpflicht für Fingerabdrücke im Personalausweis kommt heise 12.03.19

Der Bürger als Risikofaktor SZ 19.02.19

Neues Polizeigesetz: Die sächsische Polizei weiß, wo du wann warst netzpolitik.org 10.04.19

Polizei in Sachsen bekommt neue Befugnisse mdr Sachsen 19.09.18

 

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Hurra ein Neubau! Während nebenan die Aufstockung zur Ruine wird.

Grotesk: Der Bebauungsplan wird überschritten und ein begonnener Bau kann einfach verkommen während für andere die Lebensqualität massiv zugemauert wird ... und das alles am selben Ort

14. März 2019

Fenster zumauern - bei Leerstand

1) Bauschild Lawaetzweg / Altonaer Poststraße - 17.03.19

Fenster zumauern - bei Leerstand

2) blau: Zugemauerte Fenster für den Neubau
rot:, unvollendete Aufstockung - kaputter Leerstand, 25.02.19

Baustelle Jessenstraße

3) Ausschnitt vom Bauschild - Foto: 10.03.19

Baustelle Jessenstraße

4) Ungefähre Umsetzung auf Bebauungsplan

Das Bauschild offenbart nun, was hier eigentlich gebaut werden soll. Zwei neue, einfallslose Klötze und Aufstockungen – insgesamt 37 Mietwohnungen (immerhin keine Eigentumswohnungen) – sollen hier, in einer sowieso schon dicht bebauten Gegend, entstehen.

Das Schild verkündet: "Endlich Zuhause" - Aber wer, wer wird endlich zuhause sein?

Blauer Pfeil: Diejenigen deren Fenster zugemauert wurden?

Nicht nur hier im Lawaetzweg, auch in der Jessenstraße wurden bei Wohnungen die Fenster zugemauert. Siehe Bericht zuvor

Roter Pfeil: Jene, deren Wohnungen über Jahr und Tag mit Baugerüsten versehen waren und die Baulärm ertragen mussten, damit die "so dringend benötigten" Wohnungen auf ihren Dächern entstehen konnten?

Die Gerüste sind endlich weg – doch stellt sich heraus, dass die Wohnungen noch im Rohbau sind. Es sieht nach Verwahrlosung aus. Die Wohnungen wurden nicht einmal fertiggestellt – dennoch werden Baugehnehmigungen direkt neben an erteilt?

Von einem Mieter, der unter den unfertigen Wohnungen wohnt, erfuhren wir, dass seine Wohnungen nun leider von oben her durchfeuchtet werden ...

Klar, hier wohnen Mieter, die sich nicht so einfach wehren können. Da kann man schon mal nachverdichten, was das Zeug hält. Wer meckert, dass Lebensqualtiät in Form von Himmelsicht und Fensterlicht, abnimmt, denkt einfach nicht ans Gemeinwohl. Das ist schon gemein.

Legende – Bild 3 und 4:

Sie stellen den Versuch dar, das auf dem Bauschild angezeigte Bau-Vorhaben in den gültigen Bebauungsplan zu übertragen.

s mit rotem Strich: ungefährer Standort des Fotografen / des Bauschildes
Die Zahlen jeweils, was auf dem Bauschild zu lesen ist:
1 Neubau – 2 Aufstockung – 3 Neubau

Beim Bebauungsplan sind die blauen Linien "Baugrenzen". Das heißt, dass nur bis dorthin gebaut werden darf, nicht darüber hinaus. Die Römischen Zahlen in den so gezeichneten Bauten zeigen die maximale Höhe bei Neubau an. Und die ist mit III, IV und V Stockwerken dort, wo aufgestockt werden soll, jetzt bereits erreicht.

Es ist übrigens geheim, wer für diese Bebauung gestimmt hat. Das dürfen wir nicht wissen.
Aber wählen sollen wir? Wen? Wie können wir das entscheiden? Nach Gefühl oder Farbe?

 

Mehr zur Bebauung Jessenstraße / Lawaetzweg hier

 

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Film: "Geplante Verdichtung in den Grundschulen im Kerngebiet"

Mitschnitt der Bezirksversammlung Altona am 28.02.19: Das Thema der "geplanten Verdichtung in den Grundschulen im Kerngebiet" wurde debattiert. Es gab drei Anträge dazu (s.u.) und viele Fragen ...

5. März 2019

In der Max Brauer Grundschule soll von von 3 auf 6 Züge (also Klassen pro Jahrgang) erhöht werden. Mehr Platz gibt es dafür nicht.

Der Elternrat der Max Brauer Schule nutzte die öffentliche Fragestunde der Bezirksversammlung am 28.02.2019

Die Fragen

Die CDU stellte den Antrag, die Schulbehörde aufzufordern den Plan einer Verdopplung der Zügigkeit aufzugeben. Dafür jedoch andere Maßnahmen zu ergreifen.

Antrag der CDU

sPD und Grüne stellen den Antrag, die Schulbehörde aufzufordern, die Aufstellung von Container-Klassenräumen zu prüfen. Und weiters.

Antrag von SPD und Grüne

Die Linke möchte den Schulstandort Gasstraße prüfen lassen, anstelle ihn zu verkaufen. (Die CDU übernimmt diese Forderung während der Sitzung).

Antrag Die Linke

Trauriges Ergebnis: Mit 28 Stimmen, also der Mehrheit, wurde für den Antrag der sPD gestimmt ...

Plakat: Neubau von Eigentumswohnungen

Symbolbild aus dem Trenknerweg

Nicht nur in der Max Brauer Schule wird die Raumknappheit und Fehlplanung deutlich. Beispielsweise wurden auch im Struenseequartier Eltern und Kinder mit Unklarheiten überhäuft. siehe

Wie wird die Schule in der neuen Mitte Altona aussehen? Wo werden die Kinder in den Pausen spielen?

Wieso werden im Trenknerweg Eigentumswohnungen gebaut bzw. inzwischen verkauft, wo einst Kinder auf öffentlichem Grund spielten?

 

Vorstand Elternrat der Max-Brauer-Schule zur Website

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Glasbruch und Farbkleckse

Zwar stehen die neuen Häuser, aber nicht alle finden es toll.

16. Dezember 2018

Breite Straße

Breite Straße - Foto: 14.12.18

Am Donnerstag den, 14. Dezember 2018, war in der Mopo zu lesen, dass bei einem Neubau in der Breiten Straße mehrere Müllcontainer in Brand gesetzt wurden und die Fassade des Gebäudes mit Farbe beschädigt worden sei.

Es sind wohl nicht alle begeistert von dem Neuklotz für Leute mit viel, viel Geld. ...

 

 

Breite Straße Klotz

Breite Straße 114 - Foto: 14.12.18

Gehweg zugebaut

Breite Straße 116 - Foto: 14.12.18

 

Mehr zu den ehemaligen Gründerzeithäusern Breite Straße hier

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Totale Straßenüberwachung durch die Hintertür

Der Dieselskandal macht's möglich: wahnwitzige Fahrverbote, Autowerbung vom Staat, Subvention für die Betrüger und jetzt als Anlass für Totalüberwachung der Straßen mit Speicherung der Aufnahmen – vorgeblich zur Überprüfung der für Dieselfahrzeuge verbotenen Strecken. Auch als "Diesel-Down-Effekt" bezeichnet. Der Gesetzentwurf wurde am 7.11.18 im Kabinett verabschiedet.

23. November 2018

In der Presse wird es liebevoll "Schummelei" genannt: Der Diesel-Betrug. Millionen Menschen, die sich aufgrund von gefälschten Papieren ein vermeintlich abgasarmes Dieselauto kauften, mussten feststellen, dass sie betrogen wurden.

Statt die Betrüger zu bestrafen, und zwar alle, die dahinter stecken, werden nach und nach die wahnwitzigsten Ideen ausgebrütet! Manche von ihnen werden tatsächlich umgesetzt:

So das Diesel-Fahrverbot auf bestimmten Straßenabschnitten. Hier, in Altona an der Max-Brauer-Allee, ist es der Abschnitt, an dem die Luftmessstation steht. Autofahrer können und sollen die Strecke leicht umfahren, was einen längeren Weg bedeutet und damit auch mehr Luft-Verschmutzung. Die Umleitung führt z.B. durch die Königstraße, deren Anwohner schon von den Kreuzfahrtschiffen zugequalmt werden.

Nun stellt sich heraus, dass das Fahrverbot gar nichts bringt, im Gegenteil: Die Luftmessstationen messen, dass mehr Emissionen in der Luft lagen als zuvor! (siehe)

Hopala! Woran kann das liegen? Die Überlegung geht nicht dahin, ob hier vielleicht falsche "Instrumente" zum Einsatz kamen. Nein, jetzt heißt es die Überwachung der Einhaltung des Fahrverbots sei nicht ausreichend gewesen.

Zack, ist die nächste tolle Idee da: Mit den Kameras, die ja bereits an vielen Ampeln angebracht sind, könnte der Straßenverkehr und damit die Einhaltung der Dieselfahrverbote überprüft werden!

Soweit uns bekannt, handelt es sich bei den Kameras um die kleinen, schwarzen Kugeln, die auf machen Straßenlaternen und an vielen Ampeln zu sehen sind (siehe Foto). Angeblich können sie nicht viel erkennen: "'Dafür sind diese Kameras nicht gemacht', sagt Bernhard Noll. [Zuständiger im Straßenverkehrs- und Tiefbauamt Kassel, Anm anna elbe] Auf den stark verpixelten Bildern könne man lediglich die Umrisse der Autos erkennen." (hna.de / hier Kassel, 2015)

Wer jedoch am 22.11.18 im ZDF den Werbefilm für Smart Cities gesehen hat, weiß, dass zumindest in Darmstadt, ganz andere Aufnahmen möglich sind: Nicht nur das Auto, auch Fahrer, Umfeld und Nummernschild sind klar und deutlich zu erkennen.

Der Entwurf eines neunten Gesetzes zur Änderung des Straßenverkehrsgesetzes, das eine Überwachung via Kamera und Speicherung der Daten vorsieht, ist als Gesetzentwurf bereits am 7. November 2018 im Kabinett verabschiedet und anschließend dem Bundesrat zugeleitet worden.

Geplant ist die automatische Erhebung, Speicherung und Verwendung des „Kennzeichens des Fahrzeugs“, „Merkmale des Fahrzeugs“, „Bild des Fahrzeugs und des Fahrers“ sowie „Ort und die Zeit der Teilnahme am Verkehr im Gebiet mit Verkehrsbeschränkungen oder Verkehrsverboten“.

Fußgänger und Radfahrer können nebenbei gleich mit erfasst werden.

Dies ist Reatität, die wirklich gerade stattfindet und keine Verschwörungstheorie.

Hinzu kommt, dass "ein Blick zum Beispiel auf die Verschärfungen des Polizeirechts in Sachsen zeigt, dass die biometrische Überwachung von Verkehr ganz oben auf der innenpolitischen Agenda von Union und SPD steht." So bei Digitalcourage zu lesen.

Es gibt bereits auch Vorschläge, die entstanden Daten zur "Gangsterjagt" zu nutzen: "Ich finde auch die Frage sehr berechtigt, wenn man Kennzeichenermittlung macht, um Dieselfahrverbote zu kontrollieren, warum dann eigentlich nicht, um Kriminelle zu finden."

(Herbert Reul (CDU), Innenminister von Nordrhein-Westfalen, DFL, 22.11.18)

Wir sollten uns wehren! So lange es noch möglich ist.

 

Gegen Überwachung im Straßenverkehr unterzeichnen zur Petition DC, 20.11.18

Entwurf des Gesetzes zur Änderung des Straßenverkehrsgesetzes zum Entwurf BMVI, 23.11.18

Stellungnahme zum Autofahr-Überwachungs-Gesetz zu Digitalcourage DC, 15.11.18

Mehr zum Datenschutz bei anna elbe hier

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Barner42: Gewinner Entwurf ist ausgelobt!

Wer hätte das gedacht? Es wird ein Klotz!

17. September 2018

Baumfällungen

Gewinnerentwurf Seitenansicht, Barnerstraße - bestechender Abwechselungsreichtum

Baumfällungen

Ansicht von Bahrenfelder Straße / Fabrik

Baumfällungen

Ecke Barnerstraße / Bahrenfelder: März 2018

Am Freitag, den 14. September 2018 wurde der Gewinner-Entwurf beim Architekturwettbewerb für die Ecke Barner- /Bahrenfelderstraße gekürt:

Er stammt vom jemanden, mit dem keiner gerechnet hatte. Niemand! Die Überraschung ist perfekt gelungen und kommt sozusagen aus dem Off: Das Büro Heyden und Hidde, hat den Zuschlag erhalten! Wow!

Die Grünen, deren baupolitischer Sprecher Sven Hidde von Heyden und Hidde einst war, sind sicherlich sehr zurfrieden: Auf dem Entwurf ist ein Fahrrad zu sehen! Und wie man sieht: Autos wird es an der stark befahrenen Kreuzung kaum mehr geben. Sollte jetzt noch eine Dachbegrünung hinzukommen, wäre es für die Grünen perfekt, denken wir.

Auch die sPD wird glücklich sein: konnte doch bei der öffentlichen Vorstellung der Architekturenwürfe die Wortwahl alle 66 Wohnungen seien: "förderungsfähig" Besuchern Glauben machen, dass hier alle Wohnungen Sozialwohnungen werden.

Etwas, worauf man leicht hineinfällt: Kaum jemand weiß, was "förderungsfähig" bedeutet und liest von daher, das was er kennt: Die Wohnungen werden 100% gefördert. Haha! Fast so nett wie damals bei den Breite-Straße-Häusern, ebenfalls von Heyden und Hidde entworfen: 1/3 der Wohnungen sollte "preisgedämpft!" auf dem Markt angeboten werden. (siehe)

Bei der ganzen Langenweile des Baus bzw. der Bauten, kann es doch noch spannend bleiben. Von der Rechtswidrigkeit abgesehen könnten noch mehr Befeiungen erteilt werden: Überbauung des Fußweges vielleicht? So bei der Breite-Straße geschehen.

Rechtswidrig bezeichen wir diese Klotzerei, weil sie wesentlich höher wird, als im Baustufenplan ausgewiesen (4 Geschosse) und zusätzlich die dort festgeschriebene Nutzung nicht einhält. Ein Baustufenplan kommt einem Bebauungsplan gleich und ist zwar kein Gesetz, aber rechtlich verbindlich einzuhalten.

Es werden für diesen Bau Befreiungen erteilt: BauGB § 31 Abs 1: "Von den Festsetzungen des Bebauungsplans können solche Ausnahmen zugelassen werden, die in dem Bebauungsplan nach Art und Umfang ausdrücklich vorgesehen sind." Und "(2) Von den Festsetzungen des Bebauungsplans kann befreit werden, wenn die Grundzüge der Planung nicht berührt werden ..." (Siehe)

Wir befürchten, dass nun ein Bebauungsplan aufgestellt wird, der alle Invesorenträume erfüllt: Genauso wie der Investor es vorschlägt, wird das Recht geschrieben. Sehr merkwürdig in einer Demokratie.

Ach, nicht zu vergessen: Auch für den Abriss der Gründerzeithäuser Breite Straße und den Neubauklotz an diesem Ort wurden merkwürdige Befreiungen erteilt ...

 

Dazu das Lob in der Mopo weiter 14.09.18

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Besuch beim 'Hamburg Modell'

25. März 2012

Ein Blick von der Elbe

Ein Blick von der Elbe - Foto: anna elbe, 25.03.12

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