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Informationen zu: Breite Straße 114 - 116

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Sehr viel steht dazu auch in der Presse

Weg sind sie, die Gründerzeithäuser

24. August 2016

Breite Straße - Abriss

20. August 2016 - Foto: anna elbe

Breite Straße - Abriss

23. August 2016 - Foto: anna elbe

Viele Fotos vom Abriss gibt es auch von Michael Borkowski im Elbe Wochenblatt.

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Der Abriss hat begonnen

Am Dienstag, den 9. August ging es los. Wir trauern sehr.

11. August 2016

Breite Straße - Abriss

10. August 2016 - Foto: anna elbe

Breite Straße - Abriss

10. August 2016 - Foto: anna elbe

Breite Straße - Abriss

11. August 2016 - Foto: anna elbe

Breite Straße - Abriss

11. August 2016 - Foto: anna elbe

Breite Straße - Abriss

11. August 2016 - Foto: anna elbe

Breite Straße - Abriss

11. August 2016 - Foto: anna elbe

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Verwirrung - warum ein Gerüst?

Circa eine Woche war die Seite der Gründerzeithäuser eingerüstet - der Putz wurde entfernt ...

1. August 2016

Breite Straße - Seite eingerüstet

Eingerüstet - 24.07.2012

Breite Straße - Gerüst wieder weg

Gerüst wieder weg - 01.08.2016

Die Gerüchteküche lief auf Hochtouren:
Sollen die Häuser nun doch erhalten bleiben?
Wurden sie wieder weiterverkauft?

Jetzt wurde das Gerüst wieder abgebaut. Wir vermuten, dass es sich um eine fachgerechte Entsorgung des mit Bitumen verunreinigten Putzes handelte.

Die Gehwegplatten vor dem Haus sind entfernt worden.

Da die Wasserrohre in der Amundsenstraße nun ausgetauscht sind und die Baustelle fertig ist, kann täglich mit dem Abriss gerechnet werden.

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Altona macht auf!

Sehnsuchtsfenster und Balkontheater - am 8. Juni 2016 war anna elbe mit dabei

11. Juli 2016

Breite Straße bei Altona macht auf

Zum 5 Minuten-Film: auf das Bild klicken - 08.07.16

Das kurze Theaterstück "Investoren unter sich" stellt dar, wie der ehemalige Eigentümer der Gründerzeithäuser Breite Straße 114 / 116 auf den grünen Zweig kam.

Trotz Regenschauer und windigem Wetter liefen doch einige Zuschauer die lange Tour "Fensterrecht und Pfannekuchen" mit. Nicht wenige waren erstaunt ...

Einen herzlichen Dank an Dan Thy Nguyen für die wunderbare Unterstützung!

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Widersprüchliche Informationen: Warum wird nicht abgerissen?

6. Juni 2016

Breite Straße - soll bald elbside heißen

Dächer sind abgedeckt - Foto: 07.04.16

Bei facebook wurde am 2. Juni geschrieben:
"Informationen von der Polizei:
Die Sperrung der Straße bleibt bestehen. Die Schilder sollen in kürze aktualisiert werden. Es geschieht nichts auf der Baustelle da es 'Probleme mit dem Denkmalschutz gibt'" Siehe

Während anna elbe am 1. Juni eine Mail erhielt:
"… es soll wohl jetzt laut verkehrsbehörde definitiv losgehn mit dem abriss. es gab einen sterbefall in der baufirma der den abriss rausgezögert hat und in der amundsenstraße liegen wasserleitungen die 100 jahre ! alt sind die ebenfalls zu einer verzögerung geführt haben.
man sieht zwar vor ort nicht dass da irgendwas durchgeführt wird aber so die aussage.
demnächst gibt es dann auch eine vollsperrung der amundsenstraße und die häuser werden platt gemacht. scheiße
grüße v."

Da die Dächer inzwischen - bei Haus 114 nur rückwärtig - abgedeckt wurden, gehen wir davon aus, dass der Abriss kommt ...

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Wer ist hier eigentlich Straftäter?

Ein Bericht zur Befragung des Eigentümers beim Prozess zur Besetzung der Gründerzeithäuser Breite Straße: Die Zusammenarbeit zwischen Politik, Verwaltung und Eigentümer lief offenbar wie geschmiert!

4. Juni 2016

Belebung Gründerzeithäuser Breite Straß - bald Elbside

Gründerzeithäuser Breite Straße - Foto: 18.10.15

Zur Erinnerung: Am 28. August 2014 wurde das Haus Breite Straße 116 besetzt. Die Medien berichteten vorwiegend über Gewaltausschreitungen - kaum über die Hintergründe, die zu dieser Besetzung geführt hatten.

Am 23. und 30. Mai 2016 wurde nun der damalige Eigentümer der Gründerzeithäuser, Frank Scheffler, als Zeuge vor Gericht geladen, um eben diese Frage zu beleuchten: Was waren die Motive der Besetzer?

anna elbe war an beiden Prozesstagen dabei und fragt sich:

Wer ist der eigentliche Straftäter?

 

Entgegen seinen Aussagen (sinngemäß) "Ich wollte von Anfang an Wohnungsbau." "Die Häuser sollten erhalten bleiben." "Ich kaufe keine Häuser, um sie dann weiter zu verkaufen." bestätigte sich, dass Herr Scheffler von Anfang an mit den Häusern spekuliert hatte und sie niemals erhalten wollte.

Herr Scheffler hat die Häuser verwahrlosen lassen. Er hat Leerstand erzeugt und gesetzteswidrig keine Zwischenvermietung mit Zeitverträgen gemacht - stattdessen hat er den Strom gekappt und im Winter nicht geheizt. Leerstandanzeigen wurden vom Amt nicht verfolgt. Auch eine Leerstandsgenehmigung gab es nicht.

Hat der Wechsel von Architekt B. zu Sven Hidde etwas damit zu tun, dass ein zuvor vehement abgelehnter Abriss doch genehmigt wurde? Herr Hidde war baupolitischer Sprecher der Grünen in Altona.

Hier soll preiswerter Wohnraum zu gunsten von hochpreisigen Luxuswohnungen weichen - und das mit allen Mitteln durchgesetzt werden. Die Wohnungsnot - insbesondere von günstigem Wohnraum - ist allseits bekannt.

Herrn Scheffler wird nicht für erzeugten Leerstand und vorsetzlicher Verwahrlosung der Gründerzeithäuser zur Rechenschaft gezogen. Stattdessen entsteht der Eindruck, dass sein Verhalten von manch einem/r Politiker/in bewusst gestützt wird.

Alle rechtlich zur Verfügung stehenden Mittel, diesen unhaltbaren Missstand zu beheben, wurden abgeschmettert. Initiativen ernteten Hohn und Spott von Seiten vieler Politiker.

Welche Möglichkeiten bleiben, sich zu wehren?

Für anna elbe steht fest: Nicht die Hausbesetzung gehört vor Gericht - sie ist vielmehr eine logische Folge dessen, was hier geschehen ist.

Der Reihe nach - ein zeitlicher Ablauf

Kauf der Häuser - erster Abrissantrag

Am 31. März 2006 erwarb Herr Scheffler die beiden Gründerzeithäuser für jeweils 600.000 €.
Bevor noch die Eintragung ins Grundbuch erfolgte, stellte der damals beauftragte Architekt B. einen Antrag auf Abriss. Auch wurde am 28. April 2006 bereits das geplante Vorhaben - ein Hotel (!) - dem Amt vorgestellt. Erst am 16. Juni 2006 erfolgte der Eintrag ins Grundbuch.

Ebenfalls im Juni 2006 wurde der Abriss-Antrag abgewiesen. Es wurde beschlossen, einen neuen Bebauungsplan aufzustellen, um darin den Erhalt der Gründerzeithäuser festzuschreiben. (Altona Altstadt 54)

Zu diesem Zeitpunkt standen schon einige Wohnungen im Haus 116 leer. Aus den zunächst widersprüchlichen Aussagen Herrn Schefflers entnehmen wir, dass er bereits zu diesem Zeitpunkt eine Verwaltungsfirma mit der Entmietung der Häuser beauftragt hatte.

In einer Leerstandsanzeige eines Mieters vom August 2012 steht geschrieben, dass er seit 2007 konsequent entmietet und eine gezielte Verwahrlosung vorangetrieben hätte.

Nach Aussage Herrn Schefflers erwarb er das Spielplatzgrundstück, Breite Straße 112, im Jahr 2007 für 300.000 €.

Wechsel des Architekten - zweiter Bauvorbescheidsantrag

Nachdem der Abrissantrag negativ beschieden wurde, wechselte Herr Scheffler den Architekten. Zu welchem Zeitpunkt das genau geschah, wurde leider nicht ganz klar.

Der Architekt Sven Hidde wurde auch auf der Website der Grünen Altona - damals noch GAL - als baupolitischer Sprecher geführt. Siehe

Die Befragung der Verteidigung belegt: Der neue Architekt, Sven Hidde vom Architekturbüro Heyden und Hidde, war lange Zeit baupolitischer Sprecher der Grünen in Altona. Er saß für die Grünen im Bau- und Planungsausschuss.
Als die Initiative "Notgemeinschaft Breite Straße" Ende 2012 diesen Zusammenhang aufdeckte und öffentich machte, drohten die Grünen mit einer Verleumnungsklage.*

Einen neuen Bauvorbesscheidsantrag - mit Erhalt der Häuser - stellte Herr Scheffler Ende 2009.
Dieser Vorbescheidsantrag wurde im November 2010 positiv beschieden und hatte - auf Antrag von Gesche Boehlich, Grüne - zur Folge, dass das Bebauugsplanverfahren zum Erhalt der Häuser eingestellt wurde.

November 2010 war ein ereignisreicher Monat:

- Der Bauvorbescheid mit Sanierung der Häuser wurde erteilt
- Auf Antrag der Grünen wird das Bebauungsplanverfahren zum Erhalt der Häuser eingestellt
- Das Haus 116 war nun vollständig entmietet
- "Mieter helfen Mieter" stellen eine Leerstandsanzeige - die nie verfolgt wurde

Versuch die Grundstücke zu verkaufen - dritter Bauvorbescheidsantrag

Häuser und Spielplatz sollten weiterverkauft werden. Dem Gericht liegt ein Kaufvertrag vom 29.09.2011 vor: Sollte keine Abrissgenehmigung vorliegen und die Häuser nicht vollständig entmietet sein, wird dem Käufer wird ein Rücktrittsrecht eingeräumt.

Zu diesem Zeitpunkt muss Herr Scheffler schon fest mit einer Abrissgenehmigung gerechnet haben, denn sonst hätte er den Vertrag so nicht geschlossen. Jedenfalls stellt er am 15.12.2011 einen erneuten Bauvorbescheidsantrag - jetzt wieder mit Abriss der Gründerzeithäuser - und einer Luxuswohnbebauung mit insgesamt 25 Wohnungen.

Auf die Frage, wieso Herr Scheffler nun doch keine Sanierung der Häuser mehr wolle, sagt er, er könne sich nicht erinnern. Wahrscheinlich habe er eine Wirtschaftlichkeitsrechnung eingereicht.

Die hierzu tatsächlich vorliegende Wirtschaftlichkeitsrechnung ist so marger, dass ein Anwalt der Verteidigung fassungslos erklärt, er habe soetwas noch nie gesehen - bei jedem zivilen Mietrechtsstreit würde unendlich viel mehr verlangt. Nicht einmal Kostenvoranschläge wären der Berechnung beigelegt.

Das Bezirksamt wollte den Abriss nicht - ob Herr Scheffler wisse, wie es jetzt doch zu einer Genehmigung kam? Nein, das wisse er nicht.

Die Verteidigung zitiert aus einem "Ergebnisbericht": "Herr Szczney (CDU) gibt zu bedenken, dass mit Frank Scheffler ein gewisses Verfahren abgesprochen sei ..."

Der letzte Mieter zieht aus - Leerstandsanzeigen

Leerstandsanzeigen

Es gab mindestens drei Leerstandsanzeigen.

Diese Leerstandanzeigen wurden gestellt, nachdem Herr Hidde als Architket für Herrn Scheffler tätig wurde.

Keine der Anzeigen wurde verfolgt.

Einer der letzten Mieter ist Architekt und hatte zwei Leerstandsanzeigen gestellt: Im August 2012 und Mai 2013. In der ersten Anzeige weist der Mieter daraufhin, dass die Gründerzeithäuser problemlos saniert werden könnten. Er sei Architekt und Bewohner und könne dies sehr gut beurteilen. Er schreibt, dass der Eigentümer die Mieter in Gefahr bringe - es habe 3 Wasserschäden gegeben und Einbrüche, weil die Häuser fast vollständig leer stünden. Zwei Mietparteien seien nach den Wasserschäden ausgezogen. Der Vermieter betriebe eine konsequente Entmietung und ließe die Häuser gezielt verwahrlosen.

Neue Große Bergstraße

Der letzte Mieter zog am 31.05.2013 aus. Foto: 09.08.14

Keine der beiden Leerstandsanzeigen wurde vom Amt verfolgt. Vielmehr wurde der Mieter bei telefonischen Nachfragen vertröstet: Der Zuständige sei krank oder im Urlaub. So der Mieter in seiner zweiten Leerstandanzeige.
Zu Beginn der Sitzung des Ältestenrats im August 2012, wird der Tagesordnungspunkt "Bericht des Amtes zur Leerstandsanzeige Breite Straße 112/ 114" in den nichtöffentlichen Teil verlegt.*

Am 31. Mai 2013 zieht der letzte Mieter aus.

Herr Scheffler vertrat vor Gericht die Ansicht, dass dieser letzte Mieter "es sehr spannend gemacht habe, um den Preis hoch zu treiben."

Belehrung - keine Aussagen, die Straftat nachweisen

Die Befragung Herrn Schefflers zu den Leerstandanzeigen bzw. zur gesetzlich vorgeschriebenen Zwischenvermietung mit Zeitverträgen wurde nicht zuende geführt. Vielmehr belehrte der Vorsitzende den Zeugen Scheffler, dass dieser keine Aussagen machen müsse, die ihm eine Straftat nachweisen würden.

Drittelmix - kann umgangen werden

Herr Scheffler gibt unumwunden zu, dass er Ende Mai 2013 eine Vorbescheidsänderung eingereicht habe, um den Drittelmix zu umschiffen und so von Sozialwohnungsbau befreit zu sein: Statt den geplanten 25 Wohnungen sollen nur noch 19 gebaut werden.

Kauf der Häuser: 1.200.000 €

Kauf Spielplatz: 300.000 €

Verkauf Häuser, Spielplatz mit Abrissgenehmigung: 3.500.000 €

Gewinn vor Steuer: 2.000.000 €

Ende 2014 verkauft Herr Scheffler
die Gründerzeithäuser - vollständig entmietet, mit Abrissgenehmigung - und das Spielplatzgrundstück, für 3.500.000 €. Gewinn vor Steuer: 2.000.000 €. "Aber ich musste eine ganze Menge Steuern zahlen!"

Das war nicht alles

Wir haben in diesem Bericht vieles weggelassen. So berichten wir hier nicht über verschwundene Treppengelände, merkwürdige Sicherungen der Häuser, den "Usus" Räumungsaufträge vorsorglich bei der Polizei zu hinterlegen, Kostenerleichterung bei Denkmalschutz, Übernachtungen von "Menschen die keine Matraze brauchen", eigenartigen Zugang zum Haus 116 ... Das würde den Rahmen sprengen.

Während der Befragung konnte sich Herr Scheffler oft nicht erinnern, verstand Fragen nicht oder falsch. Dann antwortete er doch, aber häufig widersprüchlich - es war ein spannendes Schauspiel.

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Unser Fazit:

Die Zusammenarbeit zwischen Politik, Verwaltung und Eigentümer lief wie geschmiert!

* grau geschriebene (so wie dies) Aussagen entstammen NICHT dem Prozess.

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Der Neubau soll "Elbside" heißen

Für das Projekt "Elbside" in der Breite Straße 112-116 in Hamburg-Altona hat die Vermittlung der
18 Neubau-Eigentumswohnungen begonnen.

21. Mai 2016

Breite Straße wird Elbside

Preise für 18 Eigentumswohnungen - Foto: 21.05.16

Von den 28 Wohnungen, die hier laut Website der Architekten (Heyden und Hidde) entstehen sollen, werden 18 Wohnungen zum Kauf angeboten.
Geworben wird u.a. mit dem Slogan "legen Sie Ihr Kapital sicher für die Zukunft an". Wohnen ist offensichtlich Nebensache - dafür angeblich mit Elbblick.

Drittelmix nach Pi mal Daumen:

28 geteilt durch 3 ergibt 9,3. Es müssten somit: 9 Sozialwohnungen, 9 "freie" Mietwohnungen und 9 Eigentumswohnungen entstehen.
Nun werden 18 Wohnungen zum Verkauf angeboten. Wie ist das möglich? Die sPD rechnet wohl mir dem "Wird-schon-nicht-auffallen"-Faktor.

Auf dieser Grundlage (18 Eigentumswohnungen) müssten hier 54 Wohnungen entstehen, um den Drittelmix realisieren zu können.

Im Abendblatt vom 14.03.16 war zu lesen, dass ein Drittel der Wohnungen "preisgedämpft" werden sollen. Siehe
Wie wird das nun errechnet? Ein Drittel von was? Was versteht die sPD unter Drittel? Und unter Sozialwohnungen - "preisgedämpft"? Fragen über Fragen!

Was kann eigentlich geglaubt werden? Zwei Beispiele:

Beworben werden die Wohnungen mit Elbblick.
anna elbe fragt sich, wieviel Phantasie gebraucht wird, um sich statt des gegenüberliegenden Hochhauses, den Blick auf die Elbe vorzustellen. Wenn man die Augen zumacht, kann das Rauschen der Straße zumindest wie Brandung am Elbstrand klingen.

Laut Markler ist der Abriss der Häuser 112 und 114 bereits vor dem 27. April erfolgt. Heute haben wir den 21. Mai 2016 und die Gründerzeithäuser 114 und 116 stehen noch. Breite Straße 112 ist noch nicht bebaut.

Die Preise der Wohnungen werden sich über den Mietspiegel früher oder später auf die Bestandsmieten des Stadtteils auswirken

Verkauft werden die Wohnungen mit Preisen zwischen rund 4.500 und 7.000 € pro qm - kalt. Eine Courtage von 5 % kommt noch dazu. So auch der Stellplatz für das Auto: 32.000 €.

Werden solche Wohnungen gebaut und angeboten, schlägt sich das im Mietspiegel nieder. Die Gegend, in der diese Wohnungen liegen, wird "aufgewertet". Und dies wird in den Mietspiegel eingerechnet.

Auch diese Eigentumswohnungen werden vermietet werden.
Haben Sie je gehört, dass eine Wohnung bei Neuvermietung günstiger wurde?

"Zur Erhebung eines qualifizierten Mietspiegels dürfen nur Wohnungen berücksichtigt werden, bei denen die Miete in den letzten vier Jahren neu vereinbart oder geändert wurde. Dadurch werden systematisch exponentielle Mieterhöhungen für die Folgejahre festgeschrieben. Da auf diese Weise keine Durchschnittsmiete ermittelt wird, ist der Begriff des Mietspiegels irreführend. Passender ist daher von einem Mieterhöhungsspiegel zu sprechen." Wikipedia

 

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Was so in der Zeitung steht

Kommentar zum Artikel im Hamburger Abendblatt

16. März 2016

Breite Straße

Vorbereitung zum Abriss - Foto: 15.03.16

Jeder weiss es: Wenn im Abendblatt steht, dass Bezirkspolitiker - hier Frau Boehlich und Herr Hielscher, Grüne und CDU - Gutachten gesehen hätten, glauben die Leser, dass es diese Gutachten gibt.

In diesem Fall heißt es: "Es habe mehrere Gutachten gegeben. Schwamm stecke in den Holzbalken, die Decken seien zu niedrig ..."

Schon in der Bezirksversammlung am 28.02.2013 wurde dieses Gutachten herangezogen, als insbesondere Sven Hielscher, CDU, auf eben diesen Schwammbefall hinwies, und meinte, das Leben in den Wohnungen sei lebensgefährlich. Auch die Grünen bezogen sich darauf.

Die Antwort des Senats auf eine Kleine Anfrage des grünen(!) Bürgerschaftsabgeordneten Olav Duge hatte sechs Tage zuvor ergeben:

"Es liegen dem zuständigem Bezirksamt keine Unterlagen / Gutachten über Hausschwamm vor.*

Mehr dazu bei anna elbe nachzulesen

Da dies hinlänglich bekannt ist, wundert es schon, dass das Abendblatt die Gutachtenlegene kommentalos übernimmt. Sollte es nun doch Gutachten geben, die soetwas bezeugen, sollten sie rasch und ohne Schwärzungen der Öffentlichkeit vorgelegt werden.

"Wir haben alles auf Herz und Nieren geprüft – da war nichts mehr zu retten" wird Frau Boehlich im Abendblatt zitiert. Richtig ist, wie ebenfalls aus der Antwort des Senats hervorgeht:

"Ursprünglich sollten die Gebäude Breite Straße 114 und 116 über das B-Plan-Verfahren „Altona-Altstadt 54“ unter den Schutz des § 172 BauGB gestellt werden. Auf Antrag der Grünen Fraktion wurde dieses Verfahren im Rahmen der Beratung einer Bauvoranfrage im Planungausschuss der Bezirksversammlung Altona am 16. Mai 2012 eingestellt."

Richtig ist auch - was immer man daraus lesen mag - dass der planende Architekt, Sven Hidde, einst baupolitischer Sprecher der Grünen Bezirksfraktion Altona war. (siehe)

anna elbe ist bekannt, dass es eine Wirtschaftlichkeitsberechnung als Begründung für einen Abriss gegeben hat. Hierin ist nicht zu lesen, dass es unmöglich sei, die Häuser wieder instand zu setzen. Es wird in dieser Berechnung lediglich behauptet, dass dies teurer sei, als neu zu bauen und auch weniger Miete pro Quadratmeter einbrächte.

Der schlechte Zustand der Häuser wird hierbei als Argument herangezogen. Warum sind die Häuser in einem schlechten Zustand? Ja, warum nur? Wer hätte für einen guten Zustand sorgen müssen?
Ein Blick in das Grundgesetz täte gut: Eigentum verpflichtet.

Der Zustand der Häuser ist nicht plötzlich und unerwartet, völlig unvorhergesehen und ohne Fahrlässigkeit eingetreten.

Wieso weist das Abendblatt nicht mit einem Wort daraufhin?

 

"Abriss der Häuser in zwei Wochen geplant" im Hamburger Abendblatt zum Artikel 16.03.16

Kleine Anfrage von Olav Duge mit Antwort des Senats als PDF 22.02.13

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So wird es aussehen ...

28 Wohnungen - also freuen wir uns über die 8 Sozialwohnungen die hier entstehen müssten.

14. März 2016

Breite Straße

Bild: Entwurf: Heyden und Hidde - Banderole gem. Drittemix ergänzt: anna elbe

 

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Der Abriss wird jetzt kommen

Ampeln, Schilder und Stromzufuhr - alles ist aufgestellt ...

13. März 2016

XXX

In der Amundsenstraße - 13.03.2016

anna elbe fehlen die Worte.

Nun mussten wir jederezeit mit dem Abriss rechnen - doch es haut uns um.

anna elbe - und viele andere - haben für den Erhalt der Häuser gekämpft.

Selbst das Amt hatte für den Erhalt der Häuser plädiert. Laut Herrn Dr. Gütter, damaliger Baudezernent, haben sich die Grünen ganz besonders für die geplante Neubebauung eingesetzt.

Die "Notgemeinschaft Breite Straße" hatte aufgedeckt, dass der zu dieser Zeit planende Architekt einst baupolitischer Sprecher der Grünen in Altona war.

Der Bebauungsplan, welcher rechtsverbindlich ist, soll hier in keiner Weise eingehalten werden.

Die Häuser in der Breite Straße wurden seit 2007 entmietet und stehen seit ungefähr 2013 vollständig leer. 2010 wurde der Leerstand in den Häusern von Mieter helfen Mietern angezeigt. Diese Anzeige wurde nicht verfolgt.

 

Breite Straße - Abschied von den Gründerzeithäusern

Erinnerung - 14.06.2012

Breite Straße

Ampeln wurden aufgestellt - 13.03.2016

Breite Straße - Abschied von den Gründerzeithäusern

Nicht nur anna elbe trauert - 13.03.16

Breite Straße

Nicht nur anna elbe trauert - 13.03.16

 

anna elbe erklärt: Abriss und Recht Gründerzeithäuser Breite Straße 114 und 116 als Film  

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Kurzmitteilung: Noch wurden die Häuser nicht abgerissen

12. Februar 2016

Es wird gemunkelt, dass die Häuser mit erteilter Abrissgenehmigung verkauft wurden.
(Eine Abrissgenehmigung stellt in solchen Fällen eine Wertsteigerung dar).

Diese Behauptung konnten wir bislang nicht verifizieren - bleiben aber dran.

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Wird jetzt abgerissen?

Spielplatz und Grundstück hinter den Häusern wurden gerodet

18. Oktober 2015

XXX

Vorher: 15.07.14 und Nachher: 18.10.15

Trotz Abrissgenehmigung im Frühjahr passierte hier lange Zeit nichts, was viele Leute verwunderte.

Doch jetzt wurden der Spielplatz und das Grundstück hinter den Häusern gerodet. anna elbe wertet dies als Zeichen, dass die Gründerzeithäuser nun bald abgerissen werden.

In einer Presseerklärung forderten am 28. September mehrere Initiativen eine kleinteilige Unterbringung für Flüchtlinge und Wohnungslose in allen Quartieren Hamburgs. Unter anderem wurden hierfür die Gründerzeithäuser Breite Straße zur Beschlagnahme vorgeschlagen. (Siehe)

Schon länger kursiert das Gerücht, die Gründerzeithäuser wären verkauft worden. Wir konnten bisher jedoch nicht herausfinden, ob dies der Wahrheit entspricht.

Breite Straße

Blick von Amundsenstraße, 18.10.15

Breite Straße 114

Ehemaliger Spielplatz Breite Straße, 18.10.15

 

anna elbe erklärt: Abriss und Recht Gründerzeithäuser Breite Straße 114 und 116 als Film  

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Abrissgenehmigung erteilt

Freitag, 13. März 2015

Wie uns von verschiedenen Seiten zugetragen wurde, ist die Abrissgenehmigung für die Gründerzeithäuser in der Breite Straße 114 / 116 erteilt worden.

Wir haben alles versucht ...

Reinmachen Breite Straße

Herrn Scheffler (Bauherr) hat's dann doch nicht interessiert ...

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Dachluken stehen seit August offen

9. Dezember 2014

XXX

Luken stehen seit August 2014 offen - Foto: 06.12.14

Seit August stehen die Dachluken offen. Regnet es rein, wird bekanntlich die Substanz jedes Hauses angegriffen.

Für die Gründerzeithäuser war am 29. August laut Mopo keine Abrissgenehmigung erteilt. (siehe)

Bereits im April 2012 hatte das Amt die Wirtschaftlichkeitsrechnung des Bauherren kritisiert und darauf hingewiesen, dass der schlechte Zustand der Häuser an dem längeren Leerstand liegen könne.

Nun werden also Fakten geschaffen, die einen Abriss unumgänglich machen können.

Ein Bauherr kann - wie uns im Falle der Bergspitze mitgeteilt wurde - auf Grundlage des Artikels 14 GG klagen, wenn er anderes bauen muss, als er es sich vorgestellt hat. Warum können wir Bürger nicht den selben Artikel nutzen, um den Bauherrn zu verklagen? Eigentum verpflichtet ...

Artikel 14 Grundgesetz:

  1. Das Eigentum und das Erbrecht werden gewährleistet. Inhalt und Schranken werden durch die Gesetze bestimmt.
  2. Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.

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Keine Abrissgenehmigung?

29. August 2014

Leerstand

Leerstand verkommt. Breite Straße - 09.08.14

Wie wir heute der Presse entnehmen konnten, liegt nun doch keine Abrissgenehmigung für die Häuser vor.

Vor einigen Wochen hatten wir bereits von der Steg erfahren,dass der Bauherr hier nun doch 23 Wohnungen bauen wolle. Dies wurde jedoch von einem Mitglied des Bauausschusses dementiert.

Alle Verhandlungen finden hinter verschlossen Türen statt - die Vorhaben werden nur im "nicht öffentlichen Teil" der Ausschüsse behandelt.

Wem sollen wir glauben? Und vielleicht sieht die Wahrheit ja noch ganz anders aus?

Die Mopo schreibt in einem Artikel vom 29.08.2014: "Nach vielem Hin und Her mit Politik, Verwaltung und Eigentümer liegt auch heute noch keine Abriss-Genehmigung vor.

Grund sind offenbar Änderungen im Bauantrag, die nicht dem Bauvorbescheid entsprechen. Außerdem hat der Besitzer des Nachbargebäudes gewechselt und dieser hat laut Bezirksamt die Zustimmung zur Baumaßnahme zurückgezogen."

Wir gehen davon aus, dass es ohne die Hausbesetzung in der Nacht vom 27. auf den 28. August diesen Artikel nicht geben würde und danken der Mopo, dass sie hier nicht nur über exkalierte Gewalt geschrieben hat.

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Zur Hausbesetzung Gründerzeithäuser Breite Straße

28. August 2014

Nach der Besetzung Breite Straße

Am Tag danach - Foto: anna elbe, 28.08.14

anna elbe freut sich sehr, dass die Gründerzeithäuser in der Breite Straße endlich wieder Aufmerksamkeit bekommen.

Doch dass die Berichterstattung sich nur auf die Gewalt fokusiert, ist sehr ärgerlich.

Wir finden Hausbesetzung grundsätzlich als legitimes Mittel, z.B. wenn von staatlicher Seite Leerstandsanzeigen nicht verfolgt werden, während Häuser oder Wohnungen zu Spekulationszwecken leerstehen.

Der Staat guckt nicht nur weg, er dient sich auch noch als Steigbügelhalter für Investorenglück an.

Die Häuser in der Breite Straße wurden seit 2007 entmietet und stehen nun seit mindestens einem Jahr vollständig leer. 2010 wurde der Leerstand in den Häusern von Mieter helfen Mietern angezeigt. Diese Anzeige wurde nicht verfolgt.

Die "Notgemeinschaft Breite Straße" hat aufgedeckt, dass der hier planende Architekt einst baupolitischer Sprecher der Grünen in Altona war.

Der Bebauungsplan, welcher rechtsverbindlich ist, soll hier in keiner Weise eingehalten werden.

Wir haben mit allen uns rechtlich zur Verfügung stehenden Mitteln für den Erhalt der Häuser gekämpft. Zum Dank mussten wir uns von den Politikern der Bezirksversammlung Altona Spott und falsche Worte anhören.

Dass dies zu Ohnmachtsgefühlen führt, ist nur allzu verständlich. Dass diese Ohnmacht sich irgendwann entlädt, ist nachvollziehbar. Dennoch finden wir es nicht richtig, Leben von irgendwelchen Menschen - ob Polizei oder nicht - zu gefährden.

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Das jüngste Gericht - eine außergerichtliche Verhandlung

Vier Kinder vertreten Fälle, die aus dem Rechtssystem fallen, vor Publikum - so auch die Breite Straße

8. Mai 2014

XXX

Auch der geplante Spielplatz war Thema

"... Der zweite Teil des Projekts bringt nun das Gericht ins Theater. Wir haben Fälle gesucht, die für die Beteiligten entweder noch keinen Abschluss gefunden haben oder gar nicht erst vor Gericht verhandelt werden konnten:

Fälle also, die aus dem Rechtssystem fallen.

[...] Das jüngste Gericht - eine außergerichtliche Verhandlung habe wir mit vier Kindern zwischen 7 und 10 Jahren erarbeitet, die Interesse daran haben, die Klägerinnen und Kläger vor Publikum zu vertreten. [...]

Können wir also das Theater nutzen, um zur Sprache zu bringen, was vor Gericht nicht verhandelt werden kann? [...]

Was geschieht, wenn Erwachsene von Kindern vertreten werden?"

Aus dem Programmheft des Abends

Die Gründerzeithäuser Breite Straße 114 /116 wurden von Justus Berger vertreten. Nein, eigentlich wurden von ihm die Anliegen von anna elbe, der 'Notgemeinschaft Breite Straße' und vielen andern im Bezug auf die Gründerzeithäuser vertreten.

Wenn dieser Fall von Justus vertreten wird, werden die Dinge auf den Punkt gebracht - und alle können verstehen, warum die Empörung so groß ist. Das gelingt uns Erwachsenen häufig nicht so gut.

Justus hat sehr klar deutlich gemacht, warum dieser Fall nicht vor Gericht verhandelt werden kann, obwohl wir, anna elbe und viele andere, der festen Überzeugung sind, dass hier rechtswidrig gehandelt wird. (Mehr dazu im Film)

Vor Gericht klagen kann nur, wer wirtschaftlichen Schaden davon trägt. Also z.B. nur der Eigentümer eines Hauses, das auf Grund der u.E. rechtswidrigen Befreiungen an finanziellem Wert verliert.

Wir freuen uns sehr und danken allen vier Kindern - insbesondere Justus - und Elise von Bernstorff, dass diesem Fall nun hier Gehör verschafft wurde.

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Spielplatz nur nach gesetzlichen Vorgaben?

28. Dezember 2013

Spielplatz

Spielplatz in der HafenCity - Foto: 06.10.13

Werden Spielplätze nur nach gesetzlichen Vorgaben gebaut, sehen sie beispielsweise so aus, wie auf diesem Foto.

Die gesetzlichen Vorgaben legen fest, wieviel Spielfläche pro Haushalt bereitgestellt werden muss. Das reicht als Vorgabe aus - und ist einfach zu umgehen: "Eine Unterschreitung der Fläche nach Satz 1 ist zulässig, wenn sonst die auf dem Grundstück zulässige Bebauung nicht verwirklicht werden kann ..." (siehe)

Wir vermuten: Es könnte Investoren abschrecken, wenn weitere Auflagen, wie z.B. Sonnenblichtung oder Bepflanzung eine Rolle spielen könnten.

Der Spielplatz in der HafenCity ist gegenüber dem, der bei der Neubebauung in der Breite Straße 114 / 116 entstehen soll, noch recht großzügig, da die Begrenzung nicht so eng gefasst ist.

Der geplante Spielplatz Breite Straße wird niemals Sonnenlicht haben und von allen Seiten eng von hohen Häusern begrenzt sein ...

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Film: Belebung der Gründerzeithäuser am 11. Mai 2013

Etwas verspätet, aber immer wieder aktuell

27. September 2013

Film Belebung Gründerzeithäser Breite Straße

Im Abspann ein Rundgang durch eine Wohnung des Hauses 116

Herzlichen Dank an alle, die die Häuaer wiederbelbten!

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Offener Brief an Herrn Mark Classen, baupolitischer Sprecher der SPD Altona

Zum Erhalt der Gründerzeithäuser Breite Straße 114 und 116
Aufforderung Sozialwohnungen im Bebauungsplan verbindlich zu machen

Hamburg, 19. August 2013

Modell Breite Straße

... wie allgemein bekannt, sollen die Häuser Breite Straße 114 & 116 abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden. ...

Um den im "Vertrag für Hamburg" festgeschriebenen 1/3-Mix mit Sozlalwohungsbau zu umgehen, will der Eigentümer hier nur noch 19 Wohnugen hier bauen.

Herr Classen glaubt, nun keine Handhabe mehr zu haben. Wir haben herausgefunden, dass er sehr wohl etwas tun kann - und was.

Daher fordern wir Herrn Classen auf:

  • Setzen Sie alle Hebel in Bewegung, dass der Bauantrag des Herrn Scheffler abgelehnt wird.
  • Sorgen Sie dafür, dass ein Bebauungsplan in die Wege geleitet wird und
  • in diesem § 9 BauGB genutzt wird, um hier sozialen Wohnungsbau voranzubringen!

Wir glauben, dass dies ein Weg sein kann, die Gründerzeithäuser in der Breite Straße zu erhalten.

 

Warum wir das glauben? - Lesen Sie den vollständigen offenen Brief offener Brief

Der offene Brief als PDF PDF 19.08.2013

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Breite Straße: Antwort des Eingabeausschusses der Bürgerschaft

Zur Eingabe wegen Erhalt der Gründerzeithäuser Breite Straße 114 und 116

17. Mai 2013

Gesetz oder nicht

Ergebnis
"Der Eingabenausschuss hat lhr Anliegen in seiner Sitzung am 30.04.2013 eingehend beraten; er hat der Bürgerschaft aufgrund dieser Beratung empfohlen, lhre Eingabe für "nicht abhilfefähig" zu erklären, weil lhrem Begehren nach Sach- und Rechtslage nicht entsprochen werden kann. Die Bürgerschaft hat diese Empfehlung in ihrer Sitzung am 16.05.2013 angenommen."

Die Begründung kommt einer Satire gleich. Auszüge hieraus:
"[...] lhre Befürchtung, die für den geplanten Bau erteilten Befreiungen berührten die Grundzüge der Planung des Durchführungsplans 232, seien unbegründet."
"lm November 2012 habe der Bauherr einen Änderungsantrag gestellt, mit dem er die Errichtung von nur 15 Wohneinheiten beantragt habe."
"Es existiere demgegenüber keine Vorschrift, die festlege, dass Kinderspielflächen durch Sonnenlicht belichtet werden müssen."

 

Vollständige Antwort des Eingabeausschusses der Bürgerschaft mehr

Das vollständige Antwortschreiben als PDF PDF 15.02.2013

Die Eingabe als PDF PDF 13.02.2013

Anlagen zur Eingabe PDF 13.02.2013

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Eine kleine Anfragezu den Günderzeithäusern Breite Straße 114 / 116 an den Senat

von Olav Duge, Grüne, mit Antworten, vom 22.02.2013

13. Mai 2013

XXX

Räumung der Gründerzeithäuser, 11.05.2013

Am Samstag, den 11. Mai 2013 wurde das Gründerzeithaus Breite Straße 116 von einigen Menschen belebt, um auf den drohenden Abriss der Häuser aufmerksam zu machen.

anna elbe begrüßt diese Belebung sehr. „Wenn der Senat versagt, kommen Hausbesetzungen
wieder in Mode und das ist gut so.“ sagt Norbert Hackbusch in der Mopo vom 12.05.13.
Wir sehen das genauso.

Aus diesem Anlass zeigen wir anhand einiger Zitate aus den Antworten zur Kleinen Anfrage von Olav Duge nur ein paar wenige Dinge auf, die verdeutlichen, was uns so wütend macht.

Wir sind mehr als empört!

"Es liegen dem zuständigem Bezirksamt keine Unterlagen / Gutachten über Hausschwamm vor."

Anmerkung: Diese Erkenntnis hätte die Bezirksversammlung am 28.02.2013 auch haben können. Zur Erinnerung: Insbesondere Sven Hielscher, CDU, wies auf eben diesen Schwammbefall hin, als er meinte, das Leben in den Wohnungen sei lebensgefährlich.

"Die erforderliche Zahl und Fläche von Stellplätzen und Spielflächen haben sich durch Verringerung der Wohneinheiten reduziert. Belichtung und Spielflächen sind ausreichend vorhanden."

Anmerkung: Selbst der Baudezernent von Altona, Dr. Gütter, bezeichnet diese Art der Bebauung als Slum der Zukunft - eben weil sie zu dicht und lichtlos geplant ist. Eine Skizze zur Belichtung finden Sie hier.

"Ursprünglich sollten die Gebäude Breite Straße 114 und 116 über das B-Plan-Verfahren „Altona-Altstadt 54“ unter den Schutz des § 172 BauGB gestellt werden. Auf Antrag der Grünen Fraktion wurde dieses Verfahren im Rahmen der Beratung einer Bauvoranfrage im Planungausschuss der Bezirksversammlung Altona am 16. Mai 2012 eingestellt."

Anmerkung: Uns gegenüber behaupten die Grünen, sie hätten alles in ihrer Macht stehende getan, um die Gründerzeithäuser zu erhalten. Auch ist im Koalitionsvertrag der GAL und SPD Altona von 2011 zu lesen, dass angesichts zahlreicher Neubauvorhaben historische Bestände besonders zu schützen seien. Den Koalitionsvertrag als PDF (Seite 8)

Hinzu kommt, dass dem Eigentümer durch die Ablehung der Unterschutzstellung ein Abriss der Gründerzeithäuser sehr einfach gemacht wurde:

"Im Falle eines städtebaulichen Erhaltungsgebots müsste ein Antragsteller, der einen Abbruch begehrt, gutachterlich nachweisen, dass eine auskömmliche Bewirtschaftung des Gebäudes nicht mehr möglich ist."

"Eine Zurückstellung der Bauvoranfrage wurde [...] nicht vorgenommen, zumal die Gebäude Breite Straße 114 und 116 zu diesem Zeitpunkt für die Zusammensetzung der Wohnbevölkerung nicht mehr relevant waren."

Anmerkung: Da bleibt uns fast die Spucke weg. Die Wohnbevölkerung in Altona-Altstadt benötigt keine kleine 2-Zimmerwohnungen? Wohnungen ab 80 qm für 14,50 € den Quadratmeter - das braucht die Wohnbevölkerung hier?

Wir sind mehr als empört!

Es wird hier noch mal ganz deutlich: Niemals wurde von den politisch Verantwortlichen auch nur in Erwägung gezogen, diese Häuser erhalten zu wollen.

Auf Anfragen aus der Bevölkerung bekamen wir Lügen und Häme zu hören. Uns vertreten diese Leute jedenfalls nicht. Uns verarschen sie.

Es sind hier längst nicht alle Punkte aufgeführt. Bspw. gehen wir hier nicht auf den kreativen Umgang mit Leerstandsanzeigen ein. Deshalb finden Sie auch die Kleine Anfrage hier als PDF.

Herr Duge hätte übrigens auch seinen Referenten fragen können. Der müsste doch alles wissen, schließlich sitzt Christian Trede für die GAL in der Bezirksversammlung Altona und hat sehr genau Einblick, was wann und warum wie gelaufen ist.
Nur stellt er es uns gegenüber ganz anders dar.

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Zitate der Politiker zum Abriss der Gründerzeithäuser Breite Straße

Aus der Bezirksversammlung am 28. Februar 2013

24. März 2013

In der öffentlichen Fragestunde wurde den Politikern einige Fragen gestellt:

Im Koalitionsvertrag SPD-GAL 2011-2014 steht ausdrücklich geschrieben:
"Schutz historischer Bausubstanz
Angesichts zahlreicher Neubauvorhaben sind historische Bestände besonders zu schützen." (Seite 8)
Grüne und SPD hätten mit Ihr Abstimmungsverhalten Stellung beziehen können. Das Recht die Häuser abzureißen war zu dem Zeitpunkt nicht geschaffen.
Das Amt hatte im Mai 2012 - nach in Kraft treten des Koalitionsvertrages - empfohlen, die Gründerzeithäuser Breite Straße mit einem Erhaltungsgebot nach § 172 BauGB 'zu belegen'.
Warum haben Sie dem Abriss zugestimmt, obwohl das Amt ausdrücklich empfahl, die Häuser zu erhalten und einem Bauvorbescheid nicht zuszustimmen?

Die Grundzüge der Planung werden bei der geplanten Bebauung in keinster Weise eingehalten - sie sind nicht einmal mehr wieder zu erkennen.
UND die geplante Bebauung läuft darüber hinaus m.E. dem Wohle der Allgemeinheit entgegen.
Wie rechtfertigen Sie die Befreiungen von der Festsetzung des Bebauungsplans / Durchführungsplans D323?

Anlagen:
1. § 31 BauGB
2. Planzeichungen D 323 / geplante Bebauung (siehe)

§ 31 BauGB: Ausnahmen und Befreiungen - für den weiteren Text zum Verständnis.

(1) Von den Festsetzungen des Bebauungsplans können solche Ausnahmen zugelassen werden, die in dem Bebauungsplan nach Art und Umfang ausdrücklich vorgesehen sind.

(2) Von den Festsetzungen des Bebauungsplans kann befreit werden, wenn die Grundzüge der Planung nicht berührt werden UND
1. Gründe des Wohls der Allgemeinheit die Befreiung erfordern oder
2. die Abweichung städtebaulich vertretbar ist oder
3. die Durchführung des Bebauungsplans zu einer offenbar nicht beabsichtigten Härte führen würde

und wenn die Abweichung auch unter Würdigung nachbarlicher Interessen mit den öffentlichen Belangen vereinbar ist.

Zitate aus den Antworten - mit Anmerkungen von anna elbe:

Herr Gregor Werner sprach für die SPD:

"Das Allgemeinwohl manifestiert sich hier in der Schaffung von dringend benötigtem, bezahlbaren Wohnraum. [..] Und ist als Kampf gegen die soziale Spaltung zu sehen."
Anmerkung 1: Es werden auf 2 Grundstücken 14 Wohnungen und ein kleiner Laden abgerissen um auf 4 Grundstücken insgesamt 19 Wohnungen zu errichten. Herr Scheffler, der Eigentümer, begründet dies unter anderem damit dass er für sanierte Altbauwohnungen nur 12 € pro qm verlangen kann, für eine Neubauwohnung jedoch 14,50 €. - Für wen sind diese Wohnungen - ab 80 qm - bezahlbar?

Eine Sanierung sei hier fast unmöglich.
Anmerkung 2: Die Häuser wurden von dem Eigentümer 2007 gekauft und nach und nach entmietet. Sie stehen seit Jahren (teilweie) leer, eine Leerstandsanzeige vom November 2010 wurde nicht verfolgt.
Der Zustand der Häuser ist nicht plötzlich und unerwartet, völlig unvorhergesehen und ohne Fahlässigkeit eingetreten.
Vor einigen Jahren wollte der Eigentümer die Häuser sanieren, zu diesem Zeitpunkt war es wohl doch noch möglich. Als das Denkmalschutzamt die Unterschutzstellung abgelehnt hatte und von dieser Seite keine finanzielle Bezuschussung zu erwarten war, ist eine Sanierung plötzlich in keinster Weise durchführbar.
War da nicht auch noch ein Wasserrohbruch - nach dem Bescheid vom Denkmalschutzamt?

"Durch die Neubebauung kommt es zu einer deutlichen städtebaulichen Verbesserung und es entsteht Wohnraum für 19 Familien."

 

Herr Sven Hielscher sprach für die CDU:

"Das Wohl der Allgemeinheit rechtfertigt eine solche Befreiung." (sinngemäß)
Anmerkung 3: gemeint ist der bestehenden Durchführungsplan, siehe Film, § 31 BauGB s.o.
"Natürlich sind die Abweichungen städtebaulich vertretbar."
Ammerkung 4: Selbst Herr Dr. Gütter, Baudezernet Altona, spricht vom "Slum der Zukunft" bei dieser Art der Bebauung: Enge und Verschattung, Spielplatz ohne Sonnenlicht ... siehe
Weil die Häuser nicht unter Denkmalschutz gestellt wurden, käme der Bauherr auf eine kostendeckende Miete von 16,50 € / qm, wenn er sanierte. Dies wäre für den Eigentümer eine große Härte.
Amerkung 4: Herr Hielscher nimmt Bezug auf § 31 BauGB
Aus Gutachten ginge hervor, dass diese Häuser mit Asbestbelastung, Pilzbefall, Schwamm und Insektenbefall verseucht wären, das Treppenhaus wäre mit bleihaltige Farbe gestrichen worden - das Wohnen dort sei lebensgefährlich.
Anmerkung 5: Eine Wohnung ist noch bewohnt und die Leute sehen recht gesund aus.
Und: Laut Kleiner Anfrage an den Senat - Antworten vom 22.02.2013 - liegen dem zuständigem Bezirksamt keine Unterlagen / Gutachten über Hausschwamm vor.

 

Frau Gesche Boehlrich sprach für die GAL - bzw. Bündnis 90 die Grünen

"Dieses Bauvorhaben beschäftigt die Bezirksversammlung seit 5 Jahren."
Amerkung 6: Die Begründung für das NICHT-verfolgen der Leerstandsanzeige im Jahre 2010 war, dass der Eigentümer nicht ermittelt werden konnte ...
Die Bezirksversammlung hätte einen B-Plan auf den Weg gebracht. "...und so wie die Durchführung des Vorhabens es zeichnet, so hat es der B-Plan auch vorgesehen."
Amerkung 7: Wo ist dieser B-Plan? Für die Aufstellung eines neuen Bebauungsplan ist eine Bürgerbeteiligung gesetzlich vorgeschrieben. Wann hat diese stattgefunden?
"Wir halten die Befreiungen für den richtigen Weg, eine gute Entscheidung und eine gute Entwicklung." (sinngemäß)

Gesche Boehlich, GAL 28.03.2013, BV

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Film: anna elbe erklärt den geplanten Abriss Gründerzeithäuser Breite Straße

Ein Film zur Veranschaulichung des Vorhabens

5. März 2013

Film anna elbe erklärt Bebauung Breite Straße

Qui bono? - Wem zum Nutzen?

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Antrag zu den Häusern Breite Straße 114 & 116 in der Bezirksversammlung

Donnerstag, 28. Februar, 18:00 Uhr - Altonaer Rathaus

21. Februar 2013

Rathaus-Altona

Rathaus Altona - Foto: 14.03.2012

Am 28.02. wird zu den Gründerzeithäusern Breite Straße von Die Linke ein Antrag gestellt:

"[...] Angesichts der genannten Umstände und dem wachsenden Ausdruck der Besorgnis und der Einwände aus der Bevölkerung sowie den Eingaben an die Kultursenatorin, das Ensemble unter Denkmalschutz stellen zu lassen, ergibt sich die Erfordernis, das Neubauvorhaben solange zurückzustellen, bis eine detaillierte Klärung der Aspekte des Erhaltungsgebotes, der wirtschaftlichen Zumutbarkeit einer Sanierung der Gebäude sowie des Denkmalschutzes erfolgt ist.

Vor diesem Hintergrund beschließt die Bezirksversammlung Folgendes:
1. Das Bezirksamt Altona wird aufgefordert,
a) im Falle eines Antrags eine Abbruchgenehmigung zurückzustellen und
b) eine neuerliche Veränderungssperre nach § 17 (3) BauGB zu erwirken.
2. Die Bezirksversammlung wird einen neuerlichen Prüfauftrag an das Denkmalschutzamt erteilen.

Petitum:
Die Bezirksversammlung wird um Zustimmung gebeten."

Da dazu wohl auch Fragen aus der Bevölkerung kommen werden, lohnt es sich sicherlich um 18:00 Uhr die Antworten der Fraktionen mitzuerleben.

Antrag Die Linke: Erhalt der Häuser Breite Straße 114-116 PDF 13.02.2013

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Antwort aus der Kulturbehörde - Mailaktion an Kultursenatorin Kisseler

13. Februar 2013

Antwort

So sah die Antwort aus - kein Anrede, kein warum

Die Antwort ist da! (Auf Nachfrage stellte sich heraus, dass es sich wirklich um die Antwort von Frau Senatorin Kisseler handelt würde.)

Sie kam aber nicht von der Kulturbehörde, nicht von Frau Kisseler oder Herrn Hill - sie kam - lustig, lustig - von einer Frau Elbe und war mit Frank Pieter Hesse, Denkmalschutzamt, unterschrieben.

Sie kam ohne Anrede oder Hinweis, um was es sich bei dieser Mail handeln würde.

Wer sich schon bei der Mailaktion an das Denkmalschutzamt beteiltigt hatte, wird festgestellt haben, dass hier einfach Text kopiert wurde und hinzugefügt wurde, dass man sich ja sehr wohl an den Koalitionsvertrag halten würde, da 2 Häuser der Elbtreppenhäuser, der Moltkeblock und die Seefahrtschule unter Denkmalschutz gestellt wurden.

Das kam nicht vom Denkmalschutzamt, das ist nicht der Politik zu verdanken:

Alle diesen Unterschutzstellungen sind nur zustande gekommen, weil sich die Bevölkerung vehement gegen unsere Volksvertreter dafür einsetzten!

 

Hier zu lesen: Antwort aus dem Denkmalschutzamt mehr

Antwort - aus dem Denkmalschutzamt PDF

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Nachgehakt - Abrissgenehmigung noch nicht erteilt!

Kleine Schriftliche Anfrage von Die Linke in der Bürgerschaft - mit Antwort des Senats

12. Feburar 2013

Schloss an Tür Breite Straß 116

Auszüge:

2. Welche Informationen sind dem Senat bezüglich eines Abrisses beziehungsweise der Erhaltung der Gebäude Breite Straße 114/116 bekannt?

[...] Eine Abbruchgenehmigung wurde bislang durch das zuständige Bezirksamt nicht erteilt. [...]

4. Bekannt ist, dass für das Gebiet Altona-Altstadt eine soziale Erhaltungsverordnung in Vorbereitung ist. Wie ist hierbei der aktuelle Stand?

Am 2. Oktober 2012 fasste der Senat den Beschluss über die Aufstellung einer sozialen Erhaltungsverordnung für ein Gebiet im Stadtteil Altona-Altstadt (Amtl. Anz. Nr. 79 Seite 1998). Ebenfalls am 2. Oktober 2012 erließ der Senat eine Verordnung über eine Repräsentativerhebung zur Vorbereitung und zum Vollzug einer sozialen Erhaltungsverordnung für ein Gebiet im Stadtteil Altona-Altstadt (HmbGVBl. Nr. 40, S. 420 ff). Die Repräsentativbefragung wird voraussichtlich in der Zeit von März bis Juni 2013 im Gebiet des Aufstellungsbeschlusses durchgeführt werden.

 

Vollständige Anfrage: 4 Fragen und Antworten PDF

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Bebauung nach geltendem Baurecht?

10. Februar 2013

XXX

Geltendes Recht: Durchführungsplan 323

XXX

Geplante Bebauung - als "Befreiung" genehmigt

Legende:

Bebauungsgrenzen nach D-Plan

Heißt: in diesen Ausmaßen dürfte nach geltendem Recht neu gebaut werden.

bestehende Bebauung

geplante Bebauung

"Solange sich der Investor an das geltende Baurecht hält, hätte der Bezirk allerdings keine Möglichkeit, das Vorhaben abzulehnen, so Classen."

Zitat: taz, 09.02.13

Wir fragen uns, wo sich in der Planung überhaupt an geltendes Recht gehalten wird.

Für dieses Gebiet gilt der Durchfühungsplan D 323. Nach unseren Informationen entspricht ein Durchfühungsplan einem Bebauungsplan. Ein Bebauungsplan enthält die rechtsverbindlichen Festsetzungen über die städtebauliche Ordnung. Er regelt welche Nutzungen auf einer Fläche zulässig sind wie z.B.: Art und Maß der baulichen Nutzung, Bauweise, Anzahl der Geschosse, Verkehrsflächen.

Herr Dr. Gütter, Baudezernet Altonas, wies mehrfach daraufhin, dass ein Bebauungsplan einem Gesetz gleich käme und es keine Möglichkeiten gäbe, ihn zu umgehen.

Wo bitte entspricht die geplante Bebauung der rechtsverbindlichen Festsetzung des Durchführungsplanes 323?

Uns wurde gesagt, es handle sich bei der geplanten Bebauung um eine "Befreiung". Befreiungen können erteilt werden, wenn die Grundzüge der Planung nicht berührt werden. (siehe)

Sehen Sie sich die Bilder oben an. Werden die Grundzüge der Plangung (Bild oben, rotumrandete Straffur) durch die geplante Bebauung (Bild unten, gelb) berührt oder nicht?

Wir sagen, es handelt sich bei der Planung um eine Bebauung, die nichts mehr mit dem Bebauungsplan zu tun hat. Unseres Erachtens muss ein für diese Bebauung ein neuer Bebauungsplan auf den Weg gebracht werden. Und wenn ein neuer Bebauungsplan erstellt werden soll, muss hierzu - ebenfalls Gesetz - eine Bürgerbeteiligung statt finden (siehe). Das ist nicht geschehen.

Durchführungsplan 323 PDF 10.02.2013

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Verschattung der Wohnungen, kein Sonnenlicht auf dem Spielplatz ...

5. Februar 2013

Kinderspielplatz ohne Sonne

Geplanter Spielplatz ohne Sonne - Ausschnitt
für ganze Darstellung PDF

Wird der bestehende Kinderspielplatz wie geplant bebaut, muss ein neuer her. Dieser soll zwischen den Neubauten auf der geplanten Tiefgarage entstehen.

Der Neubau wird nicht nur die bestehenden Wohnungen in der Amundsenstraße verschatten. Der geplante "neue" Kinderspielplatz wird kein Sonnenlicht haben. Auch wird es nicht möglich sein, einen Baum dort zu pflanzen, denn er soll auf einer Tiefgarage entstehen.

Zu Wohnungen heißt es in der DIN 5034-1: “Eine Wohnung gilt als ausreichend besonnt, wenn in ihr mindestens ein Wohnraum ausreichend besonnt wird. Ein Raum gilt als besonnt, wenn Sonnenstrahlen bei einer Sonnenhöhe von mindestens 6 Grad in den Raum einfallen können. …. Ein Wohnraum gilt als ausreichend besonnt, wenn seine Besonnungsdauer am 17. Januar mindestens 1 h beträgt.” (siehe)

Wir fragen uns, ob unsere Wohnungsbau-Politik zurück ins Mittelalter will ...

Besonnung bei geplanter Bebauung, vollständige Darstellung zum PDF 05.02.2013

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Auszug aus dem Koaltionsvertrag der SPD und GAL Altona, 2011 - 2014

1. Februar 2013

XXX

"Schutz historischer Bausubstanz

Angesichts zahlreicher Neubauvorhaben sind historische Bestände besonders zu schützen. Die Vertragspartner sind sich einig, dass die ehemalige Seefahrtsschule, der Moltkeblock sowie die Elbtreppenhäuser unter Denkmalschutz gestellt werden sollen." (Seite 8)

Zur Erinnerung: Sowohl die GAL als auch die SPD hatten im Mai 2012 FÜR den Abriss der Gründerzeithäuser Breite Straße gestimmt, als das Amt den Erhalt der Häuser empfahl ... siehe

Alle im Koalitionsvertrag für schützenswürdig erklärten Objekte wären heute abgerissen oder überbaut, hätten sich nicht Initiativen vehement für diese eingesetzt:
• Ehemalige Seefahrtsschule: anna elbe
• Moltkeblock: Pro Moltkeblock
• Elbtreppenhäuser: Mieterinititative Elbtreppenhäuser

Der Koalitionsvertrag GAL-SPD Altona in Gänze Download 2011-2014

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Wieder ein altes Haus weg

Überall das Selbe - ob Ottenser Haupt- oder Breite Straße ... aus einem Artikel im Elbewochenblatt

17. Januar 2013

Abrissbirne Breite Straß

Breite Straße: Demnächst auch in diesem Theater

"Wieder ein altes Haus weniger in Ottensen: In der Ottenser Hauptstraße 28 rückte kürzlich ein Abrissunternehmen an und verrichtete ganze Arbeit."

Den Gründerzeithäusern in der Breite Straße soll es nun auch bald an den Kragen gehen. Mit großem Interesse lasen wir, dass im Altonaer Koalitionsprogramm von Rot-Grün der „Schutz historischer Bausubstanz“ vereinbar wurde.

Gerade diese beiden Parteien haben gegen den Erhalt der Gründerzeithäuser gestimmt, als das Amt vorschlug, diese unter Erhaltungsgebot zu stellen.

Auch die CDU hatte sich für einen Abriss ausgesprochen. Erstaunt lesen wir nun - das Haus in Ottensen betreffend:

"Hielscher zufolge kann der Bezirk 'ein Haus unter Erhaltungsgebot stellen. Damit unterliegt es einem Genehmigungsvorbehalt.' Das meint: 'Dann muss der Hausbesitzer einen formellen Abrissantrag stellen, der dann vom Bezirk einzeln geprüft wird. Der Eigentümer kann nicht mehr so einfach abreißen.'" (Herr Hielscher ist Bezirksabgeordneter der CDU)

"Das Gebäude war innen bereits marode, eine Renovierung hätte sich vermutlich nicht mehr gelohnt." - Selbes Argument hören wir zu den historischen Häusern in der Breite Straße.

Auch dort trifft zu, was Herr Vacano im Elbe-Wochenblatt sagt: "'Die Frage ist aber: Wie ist das Haus in diesen Zustand gekommen?' Insider sprächen in diesem Zusammenhang vom „Zuwarten“. Gemeint sei damit, dass einfach so lange nichts an einem Haus getan wird, bis es reif für die Abrissbirne ist."

Wieder ein altes Haus weg zum Artikel Elbe WoBl, 16.01.2013

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Notgemeinschaft Breite Straße besucht GAL-Altona

21. November 2012

Kein Abriss

Das Banner war auch dabei

Gestern, am 20. November 2012, hat die Notgemeinschaft Breite Straße der Mitgliederversammlung der GAL-Altona einen Besuch abgestattet, um die GAL-Basis darüber aufzuklären, was es mit den Gründerzeithäusern in der Breite Straße auf sich hat und in welcher Art die GAL-Bezirksfraktion damit verstrickt ist.

Nach einer kurzen Darstellung des Sachverhalts unterbreiteten die Besucher ein Gesprächsangebot. Ein Gespräch, das moderiert, in kleinem Kreise stattfinden soll und als Ergenis ein Protokoll hat, das von beiden Seiten genutzt werden kann.

Bis zum 27. November erwartet die Notgemeinschaft Breite Straße eine Antwort der GAL. Wir sind gespannt, ob sich die GAL-Altona auf das Angebot einlassen wird.

23. November 2012

Die GAL-Altona hat sich gemeldet - Termin zum Gespräch wird koordiniert.

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Über die Verpflichtung, Leerstandsanzeigen zu verfolgen ...

15. Oktober 2012

Wohnraumschutzgesetz

§ 9 Hamburgisches Wohnraumschutzgesetz - HmbWoSchG

"Die Welt" schreibt am 9. Oktober 2012:
"Die Bezirksämter sind verpflichtet, allen offiziellen [Leerstands-]Anzeigen nachzugehen."

Das Bezirksamt Altona hat versäumt der Leerstandsanzeige vom 18.11.10 bezüglich der Gründerzeithäuser Breite Straße nachzugehen. zum Artikel

Als dieses im Ältestenrat thematisiert werden sollte, wurde das "Problem" flugs in den nichtöffentlichen Teil der Veranstaltung verschoben.

Dennoch konnten wir aus sicherer Quelle erfahren, dass die Begründung des Amtes darin bestand, dass hier - nach neuer Sachlage - Abriss- und Neubaupläne vorliegen würden, die mit Schaffung neuen Wohnraums verbunden seien.

Daher werde die Leerstandanzeige nicht weiter verfolgt.

Der Eigentümer behauptet, nie etwas von dieser Anzeige erfahren zu haben - auch sein Architekt, ein ehemaliger baupolitischer Sprecher der GAL, nicht. Die Anzeige erfolgte vor knapp 2 Jahren.
(hier im Kommentar zu finden)

Dem Artikel aus "Die Welt" ist auch zu entnehmen, dass der Abriss der Gründerzeithäuer noch nicht fest stehen würde ...

Also kommet zu Hauf zur Mahnwache und Protest-Lichter-Umzingelung am Samstag den 27.10.12 in die Breite Straße 114 / 116! Zum vollständigen Aufruf hier

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Reinmachen in der Breite-Straße - Film

13. Oktober 2012

Reinmachen Breite Straße

Ein Film von utopieTV

Ein Putz-Trupp hat den Bürgersteig und die Fassade der Immobilien Breite Straße 114 / 116 rein gemacht.

Nach Aussagen der GebäudereinigerInnen spotteten die verkommen Verhältnisse ihrem Reinlichkeitsempfinden, was sie in einer spontanen Putz-Kunst-Aktion zu Wischlappen und Besen greifen ließ. Und das unentgeltlich für den Hauseigentümer, der das Haus wohl augenscheinlich schon seit Jahren leer stehen läßt und sich nicht mehr um Fassade und Bürgersteigreinigung kümmert.

Die Hoffnung der putzenden Spätschicht: Das der Hauseigentümer sich den Hausabriß nochmal überlegt und es evtl. doch wieder vermietet, wo doch Wohnraum knapp ist und die Fassade eigentlich nach Denkmalschutz aussieht.

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Mahnwache und Protest-Lichter-Umzingelung

10. Oktober 2012

Ein breites Bündnis von AnwohnerInnen aus Altona fordert:

  • Erhalt und Sanierung der historischen Häuser in der Breite Straße 114-116
  • Bebauung der angrenzenden Baulücken mit für uns bezahlbaren Mietwohnungen
  • Architektur, die der Umgebung entspricht und sich in Altona-Altstadt integriert

Um die Gründerzeithäuser zu erhalten, müssen wir unseren Protest auf die Straße tragen!
anna elbe ist mit dabei! Du auch?

Am Samstag, den 27. Oktober in der Breite Straße ab 17:00 Uhr!

Mahnwache vor den Häusern Breite Straße 114-116
Punkt 19:00 Uhr: Protest-Lichter-Umzingelung

Kommt einfach alle, bringt Kind & Kegel, Laternen, Lichter aller Art, Farben und Banner mit. Es wird aber auch Bastelmaterial und heiße Getränke, sowie Live-Musik - u.a. Gruppe Gutzeit - geben. Ebenso ist ein offenes Mikrophon geplant mit der Möglichkeit, sich zu äußern oder Fragen zu stellen.

Die Presse ist willkommen. Mit der Umzingelung schaffen wir ein Bild der Betroffenheit, aber auch des Zusammen-Stehens in einer gemeinsamen Kette mit vielen unterschiedlichen Lichtern in den Händen. Wir sind Protest und Schutz gegen den drohenden Abriss ... Wir sind da, denn ...

... das kleinste Licht durchbricht die Dunkelheit!

Mahnwache und Protest-Lichter-Umzingelung sind Teil des Aktionstages gegen Wohnungsnot, steigende Mieten und Verdrängung, zu dem ein breites Bündnis aufruft. Mehr dazu

Flyer zur Mahnwache und 'Protest-Lichter-Umzingelung' PDF

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Lieblingsgebäude - 2. Platz bei Stadtwerkstatt

19. September 2012

2. Platz Gründerzeithäuser Breite Straße

Lauter Abriss-Häuser - total unbeliebt, sofort abreißen!

Was macht nun die Stadt? Wird sie den Abriss verhindern? Nexthamburg als Marketing- und Bürgerbeteiligungsgesellschaft Hamburgs führte diese Umfrage durch.

Wieder eine Art Bürgerbeschäftigung, deren Ergebnisse wegmoderiert werden ...

Dass weitere "Voting-Runden" anstehen würden, war zuvor nicht bekannt - am 19.09.12 soll das Ergebnis gelten.

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Eindrücke aus dem Bauausschuss

18. September 2012

Herr Bick hatte eine Eingabe an den Bezirk geschrieben, in der er dazu aufforderte, die Gründerzeithäuser in der Breite Straße zu erhalten. Auf Initiative von Herrn Jarowoy, Die Linke, konnte Herr Bick vor dem Bauausschuss am 11.09.12 zu den Gründerzeithäusern in der Breite Straße sprechen.

Seinen Eindruck schildert er wie folgt: "Es war eher zermürbend, da von keiner Seite auch nur ein Fünkchen Einsicht festzustellen war. Mit Begründungen wie 'Schwamm' (Gesche Boehlich, Grüne) oder 'Toiletten im Treppenhaus' (Szczesny, CDU) und 'nicht mehr zeitgemäße Architektur' (SPD) wurde die Abrissentscheidung begründet. 'Außerdem könne man einem Immobilienbesitzer nicht vorschreiben was er mit seiner Immobilie zu tun habe' (Kaeser SPD).

Bis auf Herrn Jarowoy waren die dort Anwesenden eher genervt, unfreundlich und mit überheblicher Arroganz. Die ganze Veranstaltung wirkte eher wie das Treffen eines Dackelzüchtervereins."

Vollständige Eingabe von Herrn Stefan Bick Eingabe vom 24.07.2012

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Amt für Bauordnung und Hochbau hat keine rechtlichen Bedenken

12. September 2012

Breite Straße verrammelt

Fenster in den Türen vernagelt - Foto: 12.09.12

Nach dem bestehenden Durchführungsplan (sowas wie ein Bebauungsplan) dürfte die geplante Neubebauung eigentlich nicht so weit in die Breite Straße gebaut werden, wie der Architektenentwurf es vorsieht.

Das Amt für Bauordnung und Hochbau (ABH), hat für die Bebauungspläne jedoch keine rechtlichen Einwände.

Dem Bauvorhaben von Herrn Scheffler wurde von Seiten des ABH nun grünes Licht gegeben - die Häuser werden nun wohl abgerissen.

Inzwischen ist auch die Tür von Hausnummer 114 mit Brettern vernagelt.

Ist auch der letzte Mieter ausgezogen?
 

Nachtrag 18.09.12

Der letzte Mieter ist nicht ausgezogen!

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Bauausschuss - eine Eingabe vom 24.07.2012

7. September 2012

Am 24.07.12 schrieb ein Bürger an Bezirksamtsleiter Warmke-Rose einen Brief, in dem er sich gegen den Abriss der Gründerzeithäuser ausspricht. Dieser Brief wird nun am 11.09.12 im Bauausschuss als Eingabe 'beraten'.

Ein Auszug daraus:
"... Taktisch geschickt, um sich auch der Stimmen der Grünen sicher zu sein, hat der Besitzer der Gebäude, der kürzlich auch den Innenhof des denkmalgschützten Moltkeblocks an der Bernadottestraße bebauen wollte, was dank einer Anwohnerinitiative verhindert wurde, das Architekturbüro des GAL Politikers Sven Hidde mit einem Neubauentwurf beauftragt.
[…]
Der Neubau ist in seiner minimalisten Profanität in der Verlängerung der Prachtstraße Palmaille völlig fehl am Platze. Der Bürger von Altona erwartet von der Behörde sowie der Verwaltung, dass die jetzt gefassten politischen Beschlüsse im Bauausschuss nicht umgesetzt werden und die Stadtbild prägenden Altbauten durch die Kulturbehörde unter Ensemleschutz gestellt werden."

Vollständige Eingabe an Bezirksamtsleiter Warmke-Rose Eingabe vom 24.07.2012

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Offener Brief: Nachfrage an Herrn Warmke-Rose und Herrn Dr. Gütter

5. September 2012

Der folgende Brief wurde heute an den Bezirksamtsleiter und den Baudenzerneten Altona gesandt:

Sehr geehrter Herr Warmke-Rose, sehr geehrter Herr Dr. Gütter,

am 2. August diesen Jahres wurde Ihnen ein Offener Brief überreicht, der Sie in Ihrem Ansinnen, die Gründerzeithäuser in der Breite Straße 114 und 116 zu erhalten, unterstützt.

Sie werden in dem Offenen Brief aufgefordert, öffentlich zu dem Abriss der Gründerzeithäuser in der Breite Straße Stellung zu beziehen.

Dieser Aufforderung sind Sie bis heute leider nicht nachgekommen, obwohl 317 Personen diesen Brief unterzeichnet haben.

Wir möchten Sie daher bitten, dies nachzuholen und geben Ihnen die Möglichkeit, Ihre Stellungnahme auf der Website von anna elbe zu veröffentlichen.

Mit freundlichen Grüßen
anna elbe

Offener Brief zum Erhalt der Gründerzeithäuser zum Brief

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Nicht Öffentlich

20. August 2012

Der Tagesordnungspunkt "Bericht des Amtes zur Leerstandsanzeige Breite Straße 112/ 114 ..." wurde zu Beginn der Sitzung in den nichtöffentlichen Teil verlegt.

Wie ist das möglich? Mit welcher Begründung kann dieser Tagesordnungspunkt hinter verschlossenen Türen besprochen werden? Die Leerstandsanzeige wurde im November 2010 von Bürgern - Mieter helfen Mietern - gestellt. Diese dürfen nicht erfahren, warum deren Anzeige nicht weiter verfolgt wurde?

Wir konnten die Erklärung, warum keine Verfolgung der Anzeige stattfand, bis heute nicht in Erfahrung bringen. Aber: Wir bleiben dran.

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Bericht des Amtes zur Leerstandsanzeige

13. August 2012

Am Montag, 20. August um 17:30 Uhr steht im Ältestenrat die Breite Straße auf der Tagesordnung:
"Bericht des Amtes zur Leerstandsanzeige Breite Straße 112/ 114 angemeldet in der Sitzung des Hauptausschusses vom 09.08.2012"

Die Sitzung ist öffentlich!
Sie findet im Kollegiensaal des Altonaer Rathauses statt.

Es wäre schön, wenn viele kommen!

Es wird in dieser Sitzung auch über die Sparmaßnahmen diskutiert, die beinhalten, dass Bezirke und deren Aufgaben zusammengefasst und teilweise zentralisiert werden.
Da das kein "wirkliches" Thema von anna elbe ist, uns diese Entwicklung jedoch Sorgen bereitet, haben wir uns entschlossen Euch darauf hinzuweisen.
Mehr dazu bei altona.info

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317 Unterschriften für den Erhalt der Gründerzeithäuser Breite Straße

2. August 2012

Übergabe offener Brief

Übergabe Offener Brief - 02.08.12

Am 2. August wurde der Offene Brief mit den Unterschriftenlisten an Baudezernente Dr. Gütter und Bezirksamtsleiter Warmke-Rose übergeben.

Mit ihrer Unterschrift unterstützen die Unterzeichnenden das Ansinnen der Bezirksverwaltung Altona, die Gründerzeithäuser Breite Straße 114 und 116 erhalten zu wollen.

Sie forderen Dr. Gütter und Herrn Warmke-Rose dazu auf, öffentlich zu dem geplanten Abriss Stellung zu nehmen und so ein positives Signal zu setzen.

Zum Offenen Brief
 

140 Personen haben den Brief online unterzeichnet. Dazu kommen 177 handschriftliche Unterschriften.

Das sind insgeamt 317 Unterschriften!

Herzlichen Dank allen, die den Offenen Brief unterschrieben haben!

Nun warten wir gespannt auf die Stellungnahmen von Dr. Gütter und Herrn Warmke-Rose.

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Eigentümer erklärt sich. anna elbe antwortet.

23. Juli 2012

Da wir es als unfair empfinden, hier nur Auszüge der Stellungnahme Herrn Schefflers abzubilden, diese aber sehr lang ist, möchten wir Sie bitten diese beim Elbe Wochenblatt nachzulesen. Sie ist dort als Kommentar zu finden.

Sie können die Stellungnahme auch herunterladen. PDF 20.07.2012

anna elbe antwortet:

Sehr geehrter Herr Scheffler,

Ihre Darstellung der Situation ist doch sehr spannend.

Es ist durchaus möglich, Häuser zu erhalten, auch wenn das Denkmalschutzamt Ihre Frage nach der Möglichkeit der Unterschutzstellung verneint hat. Würde Ihnen tatsächlich etwas daran liegen, wäre Ihre Frage beim Denkmalschutzamt redundant.

Auch wäre wohl kaum im Winter eine Wasserleitung geplatzt. Wenn Ihnen daran gelegen wäre die Häuser zu erhalten, wieso drehen Sie im Winter den Haupthahn nicht zu?

Sie schreiben, dass in enger Zusammenarbeit mit der Stadtplanung zwei Gebäudekörper entwickelt wurden, um die bestehenden Gebäude zu ergänzen und den Block zu schließen. Mit welcher Stadtplanung war das?

Wieso entmieten Sie Wohnungen bevor ein Bauvorbescheid erteilt ist? Waren Sie sich so sicher, dass Ihnen der Bauvorbescheid erteilt wird? Und wie sieht es mit dem Zeitplan aus?
Sie als Hauseigentümer müssen wissen, dass Leerstand nicht erlaubt ist, dass das Leerstehenlassen von Wohnraum über einen Zeitraum von länger als sechs Monaten verboten ist. Wenn ein Bauvorbescheid erteilt wurde dauert es doch sicherlich noch länger als ein halbes Jahr, bis mit dem Bau begonnen werden kann.
Wenn Ihre Antwort nun lauten sollten, dass Sie sanieren wollten und deshalb entmietet hätten: Warum rechnen Sie erst nach, wenn die Leute draußen sind?

Welche Auflagen / Bedingungen hat Ihnen die Stadt gestellt, als Sie das Grundstück Breite Straße 112 erwarben? Wie viele Sozialwohnungen dürfen wir dort erwarten?

Hier in Altona-Altstadt werden keine Wohnungen gebraucht, die 14,50 € pro Quadratmeter kosten. Wir brauchen Wohnungen, die sich jene Menschen leisten können, die (nach einer 40-Stunden-Woche) für Hartz IV Anträge ausfüllen müssen.

Dieser Mietpreis wird sich übrigens in allen Mieten hier wieder finden, denn im Mietenspiegel schlagen sich alle Neuvermietungen und Mietänderungen nieder. Der Mietenspiegel wird von den Genossenschaften der umliegenden Bebauung herangezogen, wenn es um deren Mietpreise geht. Hier steigen die Mieten. Sie nehmen also nicht nur Menschen mit normalem und niedrigen Einkommen die Chance, in Ihren Häusern wohnen zu können, sonder tragen zusätzlich dazu bei, dass andere Menschen hier vertrieben werden. Nämlich diejenigen, die sich ihre steigenden Mieten nicht mehr leisten können.

Single- oder Paarwohnungen sind ein interessante Worte - aber was beinhalten sie? Welche Größe werden solche Wohnungen haben?

Herr Classen, baupolitscher Sprecher der SPD, rechnet in der Mopo vom 11.07.12 vor, dass insgesamt 25 Wohnungen entstehen würden. Dass aber aus 14 bestehenden Wohneinheiten plus einem Laden-Geschäft 8 gemacht werden sollen - aus 43 qm pro Wohnung 83 qm - davon ist nicht die Rede.

Die von Ihnen erwähnte Backsteinfassade ist in den Entwürfen auf der Website von Ihren Architekten kaum zu erkennen. Was dort zu sehen ist, hat nun wirklich nichts mit den bestehenden Häusern des Umfelds gemein.

Ihrer Antwort sehen wir gespannt entgegen.

Mit besten Grüßen
anna elbe

Antwort von anna elbe herunterladen PDF 23.07.2012

Pressemeldung von anna elbe herunterladen PDF 31.07.2012

Geplanter Abriss der Häuser Breite Straße 114/116 zum Artikel Elbe WoBl, 18.07.2012

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Verkauf öffentlicher Flächen? Zu welchen Konditionen?

17. Juli 2012

öffentliche Fläche

Das Grundstück hinter der Hecke gehört(e?) der Stadt

Für die Realsierung des Bauvorhabens in der Breite Straße sollen nicht nur die Günderzeithäuser abgerissen werden.

Es wird hierfür auch öffentlilcher Grund und Boden verkauft.

Zur Zeit befindet sich hinter der Hecke (s. Abb) ein verwahrloster Spielplatz. Hier soll nun ein Haus entstehen.

Wir fragen uns, ob das Grundstück bereits verkauft wurde - und wenn ja, zu welchen Konditionen?

Im Mai 2012 fordert Bausenatoren Jutta Blankau laut Hamburger Abendblatt: "Die Hamburger Bezirke sollen in Zukunft mit Wohnungsbau-Investoren verstärkt städtebauliche Verträge abschließen, um sie zum Bau von Sozialwohnungen zu verpflichten." (siehe)

Gerade unter diesem Gesichtspunkt steigt die Empörung, dass hier Wohnraum für 14,50 € pro qm geschaffen werden soll.

Für Altona-Altstadt plant die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (BSU) eine "Soziale Erhaltensverordnung" auf den Weg bringen. Sie würde auch die Breite Straße betreffen. Zielsetzung einer Sozialen Erhaltenverordnung ist die "Erhaltung der Zusammensetzung der Wohnbevölkerung".

Bauvorhaben sollen so ausgelegt sein, dass die Bevölkerungsstruktur erhalten bleibt.

Die Stadt hat beim Verkauf von öffentlichen Flächen die Möglichkeit, zu bestimmen was hier entstehen soll: Sie kann durch städtebauliche Verträge festlegen, wie hoch der Anteil an sozialem Wohnungsbau sein soll.

anna elbe fragt: Wieviele Sozialwohnungen werden hier entstehen?

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Bezirksamt empfiehlt Häuser zu erhalten - Politik stimmt für Abriss

4. Juli 2012

Stuck Grüderzeithäuser Breite Straß

Stark strukturierten Fassaden - 14.06.12

Wie wir aus unterschiedlichen Quellen erfahren haben, hat sowohl der Bau- als auch der Planungsausschuss mit großer Mehrheit eine Beschlussempfehlung des Bezirksamtes abgelehnt.

Das Amt empfiehlt, die Häuser Breite Straße 114 und 116 NICHT abreißen zu lassen. Hierbei bezieht es sich auf die Gründerzeitbebauung, die zusammen mit dem Haus Nummer 118 ein Ensemble bilden würde, und die ein Dokument der kleinteiligen Parzellierung der Gründerzeit sei. Auch die stark strukturierten Fassaden werden positiv angeführt.

Der Antragsteller möchte die Häuser aus wirtschaftlichen Gründen abreißen. Die Häuser seien in einem schlechen Zustand. Die Baukosten seien geringer als Sanierungskosten. Auch würde bei einem Neubau mehr Wohnfläche entstehen, die sich zudem teurer vermieten ließe.

Diesen Berechnungen hält das Amt in seiner Beschlussempfehlung entgegen, dass sanierter Altbau durchaus genauso attraktiv für Mieter sein könne wie Neubau, dass keine detaillierten Berechnungen vorlägen und dass der schlechte Zustand an dem längeren Leerstand liegen könne.

Das Amt empfiehlt den Vorbescheidsantrag abzulehnen, da die Altbauten darin nicht berücksichtigt werden. Zudem soll der Bebauungsplan mit einem Erhaltensgebot nach § 172 BauGB für die Häuser weitergeführt werden.

Uns wurde die Information zugespielt, dass sowohl im Planungsausschuss als auch im Bauausschuss diese Empfehlung des Bezirksamtes von den Politikern mehrheitlich abgelehnt wurde.

Dies bedeutet, dass für den Abriss der Gründerzeithäuser in der Breite Straße gestimmt wurde.

Das Architekturbüro Heyden und Hidde plant die neue Bebauung.
Hat das Abstimmungsergebnis etwas damit zu tun, dass Herr Hidde aus dem planenden Architekturbüro einst baupolitischer Sprecher der GAL-Altona war und neben Frau Böhlich in den Ausschüssen saß? Frau Böhlich ist Fraktionsvorsitzende der GAL-Altona. Ihre Schwerpunkte sind die Themen Wohnungspolitik und Bauen.

Quelle:
Beschlussempfehlung des Bezirksamts, Drucksache, vom 23.04.2012

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Unterschriftenaktion an das Denkmalschutzamt

Aufforderung, die Häuser unter Denkmalschutz zu stellen.

29. Juni 2012

Seit heute kann der Website eine Mail an das Denkmalschutzamt geschickt werden, in der das Amt aufgefordert wird, die Gründerzeithäuser Breite Straße 114 / 116 unter Denkmalschutz zu stellen.

Mail an das Denkmalschutzamt zum Brief seit 29.06.2012

Antwort des Amtes PDF 04.02.2013

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Die Architekten der Häuser: Schaar & Hintzpeter - Denkmalschutz?

28. Juni 2012

Schaar und Hintzpeter

Aha: ...wichtiges historisches Dokument... Foto: 27.06.12

In beiden Häusern befinden sich Inschriften: Breite Straße 114 "C. Hintzpeter - Architekt" und Breite Straße 116 "Schaar & Hintzpeter - Architekten". (siehe Fotos)

Recherchen ergaben, dass diese Architekten einige "wertvolle" Bauten in Hamburg-Altona errichtet haben. So z.B. die Köhlbrandtreppe und die ehemalige Schiffsschraubenfabrik Zeise, heute Zeisehallen, die unter Denkmalschutz gestellt sind.

Viele weitere Gebäude von Schaar & Hintzpeter sind sowohl auf der Denkmälerliste als auch in der Liste der schutzwürdigen Denkmäler zu finden. Große Elbstraße 146 gehört ebenfalls zu diesen Häusern.

Zeisehalle Schaar und Hintzpeter

Schild an der Zeiesehalle - 05.08.2013

"Ihre Erhaltung liegt wegen ihrer geschichtlichen, wissenschaftlichen oder künstlerischen Bedeutung oder zur Bewahrung charakteristischer Eigenheiten des Stadtbildes im öffentlichen Interesse. Zu einem Denkmal können neben seiner äußeren Gestalt auch eine erhaltenswerte historische Raumstruktur, Ausstattungselemente im Inneren oder eine künstlerisch gestaltete Gartenanlage gehören." siehe

Die Häuser Breite Straße 114 und 116 sind hier die letzten beiden ihrer Art.

Schloss Breite Straße 116

Foto: anna elbe - 05.06.2011

Wie kann es angehen, dass ein Eigentümer diese Häuser über Jahre (teilweise) leerstehen lassen kann, und trotz Anzeige im November 2010 weder Renovierung noch Bezüge der Wohnungen stattfinden?

Wir sind entsetzt, wie unsere Stadt mit ihrem historschen Schatz umgeht!

Und empört darüber, dass keine sichtbare Reaktion auf eine Leerstandsanzeige folgte - außer der, dass das Haus Nummer 116 gänzlich entmietet wurde und seither ein Schloss die Haustür sichert.

 

Wir fordern:
- Beide Häuser, Breite Straße 114 & 116, unter Denkmalschutz zustellen hier unterschreiben
- Ahndung von Leerstand und Entwohnen! Leerstand darf sich nicht lohnen!

Quellen:
Leonhard Cäsar Hintzpeter, *18.04.1860  †19.02.1918: Archthek - Historisches Architektenregister
Wilhelm Adolf Schaar, *12.06.1859  †22.09.1906: Archthek - Historisches Architektenregister

Denkmalliste, geschütze Denkmäler PDF Hamburg, 07.11.2011

Verzeichnis der erkannten Denkmäler (F-K) PDF Hamburg, 07.11.2011

Pressemitteilung PDF anna elbe, 29.06.2012

Vielen Dank an Ulrike K.!

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Breite Straße - Die letzten Gründerzeithäuser sollen abgerissen werden!

Stand: 25. Juni 2012

Gründerzeit Häuser

Noch stehen sie - Foto: Januar 2012

Planung

Das ist geplant - Bild: Heyden und Hidde

Die letzten Häuser aus der Gründerzeit in der Breite Straße sollen abgerissen werden.

Das Gebäude Hausnummer 116 steht seit geraumer Zeit ganz leer und ist verriegelt. In Hausnummer 114 stehen eben so lange mehrere Wohnungen leer. Gemäß § 9 Hamburgisches Wohnraumschutzgesetz (HmbWoSchG) ist das Leerstehenlassen von Wohnraum über einen Zeitraum von länger als sechs Monaten verboten. (Verbot der Zweckentfremdung von Wohnraum) siehe

Deshalb wurde von "Mietern helfen Mietern" die Leerstandssituation in dem Gebäude am 18.11.2010 dem zuständigen Bezirksamt gemeldet (siehe). Was an der Situtation allerdings nichts änderte - bis heute stehen die Häuser (teilweise) leer.

Wie uns zugetragen wurde, ist der Abriss der Häuser im Mai 2012 genehmigt worden.

Entstehen sollen dort 12 kleine und mittelgroße Wohnungen in einem Neubau. In den Dachgeschossen sind zusätzlich zwei familiengerechte Maisonettwohnungen mit kleiner Dachterrasse vorgesehen. Und: "In Hinblick auf Materialität und Fassadengestaltung orientieren sich die Neubauten an den Gestaltungsmerkmalen der umgebenden Nachkriegsmodere."
Hier nachzulesen

Der geplante Neubau soll von dem Architekturbüro Heyden und Hidde durchgeführt werden. Herr Hidden aus selbigen Büro saß während der letzten Legislaturperiode (2008 - 2011) für die GAL als baupoltischer Sprecher in der Bezirksversammlung Altona.

Richtigstellung: Herr Hidde saß nicht in der Bezirksversammlung, sondern war bis Anfang 2010 zugewählter Bürger der GAL im Bauausschuss und im Planungsausschuss. Als solcher war er baupolitischer Sprecher der GAL. (siehe oder auf der Website der GAL-Altona als Suchbegriff "Hidde" eingeben)

Ein Schelm, wer da was Böses denkt.

Quellen:
Da wir keine Liste der Bezirksversammlungsmitglieder aus der Zeit finden konnten, beziehen wir uns auf Zeitungsartikel, in denen Herr Hidde zu Wort kommt. Ein Beispiel: taz, 04.12.2008

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Bildergalerie - immer mal wieder eines

Breite Straße Dachluken

Dachluken stehen offen - 26.12.14

Breite Straße Haustür

Neue Haustür - 26.12.14

Breite Straße Haustür

Tür - 29.06.13

Breite Straße 114 und 116

Eine schöne Erinnerung - 18.06.13

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Breite Straße 114 und 116

Häuser belebt - 11.05.13

Breite Straße 114 und 116

Häuser werden gefeiert - 11.05.13

Breite Straße 114 und 116

Menschen raus geschmissen - 11.05.12

Breite Straße 114 und 116

Häuser bewacht - 11.05.12

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Breite Straße 116

Breite Straße 116 - Schaar & Hintzpeter - 27.06.12

Breite Straße 116

Breite Straße 116 - Schaar & Hintzpeter - 27.06.12

Breite Straße 114

Breite Straße 114 - Hintzpeter - 27.06.12

Breite Straße 114

Breite Straße 114 - Hintzpeter - 27.06.12

Breite Straße 114 und 116

Breite Straße 114 und 116 - 27.06.12

Breite Straße 114 und 116

Breite Straße 114 und 116 - 27.06.12

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